Kampf um Hamburger Club
Rettet das Molotow!
Es waren schlechte Nach- richten, die uns kürzlich aus Hamburg erreichten: Das Molotow, legendärer Konzertclub auf St.Pauli, steht nach 18 Jahren vor dem Aus. Aber jetzt regt sich Widerstand gegen den Kahlschlag.
Vor kurzem sah es ganz so aus, als ob kein Weg an der Schließung des Molotow vorbeiführt. Die finanzielle Lage des renommierten Rock'n'Roll-Clubs am Hamburger Spielbudenplatz war für Inhaber und Betreiber Andi Schmidt schlicht aussichtslos geworden.
Inzwischen aber engagieren sich über tausend Fans des Molotow unermüdlich für den Erhalt des Clubs. Sie sagen: "Das Molotow macht nicht zu!" Mit einem breiten Netzwerk aus Blogs, Mailing- listen, Internetforen und regelmäßigen Treffen in der Molotow- eigenen Meanie Bar werden Aktionen wie Flashmobs, Benefiz- konzerte und T-Shirt-Verkäufe geplant und koordiniert. Im Mittelpunkt der Aktion steht die Seite rettet-das-molotow.de, über die Interessierte die Lage am Spielbudenplatz verfolgen und sich aktiv ins Geschehen einmischen können.
Felix Pace, der die Seite leitet, erzählt: "Die ganze Aktion war ziemlich spontan. Hamburg braucht Clubs wie das Molotow. Hier machten internationale Musikgrößen wie die White Stripes ihre ersten Gehversuche, Bands wie Muff Potter widmeten dem Molotow Songs. In den letzten Jahren haben schon zu viele Läden dicht gemacht, wir müssen was machen! Und jeder kann dabei helfen!"
Auf rettet-das-molotow.de gibt es neben einer Petition gegen die Schließung des Molotow und einem umfangreichen Pressespiegel auch immer die aktuellsten Daten kommender Aktionen, die im Ideenpool ausgebrütet werden.
Am 7. August findet um 21 Uhr das nächste 'Retter'-Treffen in der Meanie Bar statt.
wop - 01.08.2008
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