Livebericht

The Chemical Brothers im Roundhouse London

Tom und Ed Chemical erschlagen die Sinne mit einer Show, in der die Bilder manchmal wichtiger sind als die Beats.

The Chemical Brothers (Getty Images)

The Chemical Brothers (Getty Images)
Achtzehn Monate sind verstrichen seit dem letzten Lebenszeichen der Chemical Brothers. In der Dance-Szene kommt das einer Ewigkeit gleich. In der Zeitrechnung der Chemicals ist es ein Hupfer. Seit ihren Anfängen als DJs sind fast zwei Dekaden vergangen. Diese Langlebigkeit hat mit der Kraft ihrer einst „Big Beat“ genannten Fusion von Rock und Techno zu tun. Sie ist zudem auf eine Fähigkeit zurückzuführen, die alten Beats mit jeder neuen Jahreszeit so aufzufrischen, dass neue Fans dazukommen und die alten Fan nicht vergrault werden. Ausserdem haben die Chemicals ihre Musik immer aufs Publikum zugeschnitten, nicht etwa auf die eigenen avant-gardistischen Tendenzen. Der Erfolg dieser Politik zeigt sich auch mit diesen Konzerten wieder, mit denen das siebte Album „Further“ und ein Festival-Sommer eingeläutet wird: vier Abende ist die 3000er-Halle ausverkauft. Die hinteren Reihen werden von 30- bis 40jährigen dominiert, vorn vergnügt sich die Jugend, die noch nicht auf Mineralwasser getrimmt ist.

In einer ersten Show-Hälfte wird das neue und wohl etwas „ambienter“ angelegte Album von „Snow“ bis „Wonders of the Deep“ von A – Z durchgespielt.

Lesen Sie den vollständigen Bericht im Musikexpress.

Hanspeter Künzler - 28.07.2010

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