MUSIKEXPRESS 12/2008
Omar Rodrígez-López

All work, no play? Nicht für Omar Rodríguez-López, den Mars- Volta-Gitarristen. Der sitzt zwar praktisch rund um die Uhr im Studio und feilt an diversen musikalischen Projekten, hat aber auch seinen Spaß dabei. „Ich bin dankbar dafür, dass ich Sachen machen kann, die ich liebe, und davon leben kann,“ sagt er. „Früher hatte ich irgendwelche dummen Jobs, aufgenommen wurde abends. Heute kann ich Tag und Nacht machen, was ich will: aufnehmen.“
Und das tut der gute Mann denn auch nach Lust und Laune, ohne zu viele Gedanken daran zu verschwenden, wer die ganze Musik hören (und kaufen) soll: „Beim Aufnehmen stelle ich mir nie einen Hörer vor. Ich denke, dass ist der größte Fehler, den ein Künstler machen kann: über den Rezipienten nachdenken.“
Seiner Kreativität freien Lauf lassen ist für Rodríguez-López nicht nur von künstlerischer, sondern vor allem von psychologischer Bedeutung. Er begreift Musik als die Verarbeitung von allem, was Menschen emotional und intellektuell bewegt: „Immer, wenn Leute fragen, warum ich tue, was ich tue, sage ich: 'Musik ist meine Therapie.' Es ist meine Art, mit dem Chaos und der Hektik und den Rätseln in mir umzugehen und eine Verbindung herzustellen zum Kosmos, zu mir selbst, zu anderen menschlichen Wesen.“
Das vollständige Gespräch mit Rodríguez-López gibt es in der neuen Ausgabe des MUSIKEXPRESS.
<< zurück









