Australier plant Schlafbus für Obdachlose


Mit einem Bus möchte der australische Unternehmer Simon Rowe über 8.000 Schlafplätze im Jahr für Obdachlose zur Verfügung stellen.

Während sich bei uns langsam der Frühling einstellt, wird es am anderen Ende der Welt bald Winter. Und das bedeutet, dass es für Obdachlose aufgrund der Temperaturen immer lebensgefährlicher wird, draußen zu übernachten. Deshalb hat sich der Australier Simon Rowe ein Konzept überlegt, um diesen Menschen zu helfen: den „Sleep Bus“. Mit den Kältebussen, die in Berlin Obdachlose mit Getränken, Kleidung und anderen Hilfeleistungen unterstützen, soll der „Sleep Bus“ jedoch wenig gemein haben.

Während die Kältebusse in Berlin und München Obdachlose zu Unterkünften fahren, bietet der „Sleep Bus“ selbst über 22 Schlafplätze, Platz für die Unterbringung von persönlichen Gegenständen und zwei Toiletten an. Laut den „Sleep Bus“-Machern müssen über 100.000 Menschen in Australien auf der Straße schlafen. Deshalb soll der Bus nicht nur in einer Stadt Halt machen, sondern dort, wo gerade am meisten Bedarf herrscht. Wenn alle Plätze täglich besetzt werden, könnte der Bus 8.030 Übernachtungen im Jahr bieten.

Die Idee des „Sleep Bus“ entstand vor zehn Monaten, seit Anfang März wurden über die Crowdfunding-Plattform „Gofundme“ bereits über 58.000 australische Dollar des Zieles von 85.000 Dollar erreicht. Auf ihrer Website erklären die Macher, dass sie keine Langzeitlösung, keine Beratung und nicht das Ritz Carlton bieten können. Die professionelle Unterstützung und Beratung wollen sie Hilfsorganisationen überlassen. Macher Rowe erklärt, dass er mit seinem Team mittlerweile genug Papierarbeit erledigt hätte und es jetzt darauf ankomme, den Bus zu bauen. Simon Rowe hat selbst Anfang der 90er in einem Auto leben müssen, weil er seine Wohnung verloren hatte. Heute arbeitet er als Unternehmer in Melbourne.