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Berlin Fashion Week 2013 – im Osten nix Neues

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Bisher war die Berliner Fashion Week dafür bekannt, nicht besonders tragbar oder kommerziell erfolgreich zu sein, dafür aber Impulse zu setzen und Raum für kreative Experimente zu bieten. Die vergangenen Tage jedoch gaben ein anderes Bild ab. Selbst die jungen Wilden wie Isabell de Hillerin, Hien Le, Michael Sontag, Lala Berlin präsentierten Entwürfe, die elegant und fließend waren, aber auch zurückhaltend und fast schon unaufgeregt. Man sah lange Kleider, hochgeschlossene Blusen, Hosenanzüge, viele Schwarz/Weiß-Kombinationen und selbst Metallic-Töne wurden nicht wie in den Sechzigern zu futuristischen Visionen, sondern kamen nobel und etwas angestaubt Upper Cass-mäßig daher. Ausnahmen boten Augustin Teboul, die ihre immer schwarzen Kollektionen zu einer düsteren Romantik aus kunstvoll verarbeiteter Spitze, Häkeleien und Stickereien verarbeiteten. Malaikaraiss, die mit dunkelgrünem Samt, weiten Wollmänteln und losen Silhouetten eine Art „sophisticated Grunge“ präsentierte. Und Leandro Cano, der Gewinner des Peek & Cloppenburg „Designer for Tomorrow“-Awards, der im letzten Sommer von Marc Jacobs zum Gewinner gekürt wurde und nun seine erste Kollektion auf dem Laufsteg präsentieren durfte.

Jacobs präsentierte organische Keramikapplikationen auf Schultern und Hosen, die beim Laufen wie dumpfes Kuhglockengeläut klangen, überzog seine edlen Stoffe mit PVC und präsentiere eine Kollektion, die Königin Elisabeth I. sicher verehrt hätte. Nun gut, gesetzt dem Fall Cano wäre kein Spanier.

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