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Laptop, adé! Körpereinsatz am Plattenteller!

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Fast unsichtbar sind sie geworden: all die Technik, um Musik abzuspielen. Und damit auch das Bewusstsein, dass Musik aufgenommen und gelesen wird. Jeder, der heute ein Mobiltelefon oder einen Laptop besitzt, kann Musik komponieren ganz gleich ob man mit der Intuition dafür gesegnet ist. Aus dieser Überlegung und der Frage, wie sich wieder ein wirkliches Gefühl für Musik entwickeln lässt, haben die Franzosen von Avoka den „ Dyscograf“ entwickelt, der auf dem Visionsonic Festivals vor den Toren Paris’ vorgestellt wurde. Statt komplizierter Elektronik und einem riesigen Handbuch, das es vor der Benutzung zu studieren gilt, ist das Konzept ziemlich einfach: ein Plattenteller, ein grafischer Disk-Leser, Schallplatten aus Papier und ein paar schwarze Filzstifte. Denn nicht eine Plattenspielernadel, sondern die darüber angebrachte High-Speed-Kamera liest das Gezeichnete und verwandelt es dank einer programmierten Software unter anderem in digitale Bässe, Drums, Hi-Hats – je nachdem wo auf der Papierschallplatte sich die Zeichnungen befinden.

So entsteht auf „handfeste“ Weise ein echtes Gefühl dafür, dass Musik aus bestimmten, aneinander gereihten Abfolgen besteht. Und es wird wieder Raum für Fehler und Chaos in sonst so fehlerfrei errechneten Kompositionen gemacht. Denn erst aus Chaos entspringt bekanntlich wirklich Neues.

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