Plattenvorschau
Alben der Woche: 14. - 20. Mai 2012
Die Neue…
von Katharina Lauck
Platte der Woche:
Wilco - The Whole Love
"Schon wieder Wilco? Ein neues Album zur
Hochveröffentlichungssaison und schon wieder thront es über dem
Rest. Das entwickelt sich langsam zur Routine. Eine Diskussion über
die grundsätzlichen Qualitäten von Wilco wird längst nicht mehr
geführt, man kann diese Band einfach durchwinken. Durchschnittlich
oder gar schlecht? Hier doch nicht! Dabei hatte die Beschwerde
darüber, warum gerade Wilco wieder den besten Platz innehaben,
durchaus schon mal Berechtigung. Das letzte Lebenszeichen Wilco
(The Album) war ein Dokument des Stillstands. Ein total braves,
vorhersehbares und traditionelles Werk von Musikern, die zu Beginn
der Nullerjahre noch erfolgreich mit Konventionen gebrochen hatten.
Eine laxe Kollektion, die man nur anbietet, wenn man weiß, dass der
Deal mit der Plattenfirma ausläuft. Trotzdem tendierte man weiter
unbeirrt zu der Meinung, dass Wilco selbst in einer Phase der
Stagnation noch unschlagbar seien. Ein klassischer Fall von
Nibelungentreue. Alte Freunde werden beruhigt sein, dass es jetzt
wieder Anzeichen für Kontinuität bei Wilco gibt..." Key Tracks: „Art Of Almost“, „
Dawned On Me“, „ Capitol
City“ (Thomas Weiland)
nsbp;
A
Apparat - The Devil's Walk
nsbp;
B
Balthazar - Applause
Blink-182 - Neighborhoods
D
Duke Spirit, The Bruiser
I
Idaho - You Were A
Dick
J
Jolly Goods - Walrus
ME-Redakteur Stephan Rehm sagt über Jolly Goods:
"Riot Grrrls, die ihre Liebe zu Blues und Folk entdeckt und ihren
Frieden mit der Welt geschlossen haben." Und weiter "Da wächst doch
mal zusammen, was zusammengeblabla: Hans Unstern, erstes und
bislang einziges Signing auf Nein, Gelassenheit, dem Label von Ja,
Panik und Dirk von Lowtzow, geistiger Vater der frühen Ja, Panik,
haben das zweite Album von Tanja Pippi und Angy produziert. Wir
erinnern uns mit Wonne an diese beiden Schwestern, die vor vier
Jahren auf ihrem Debüt Her.Barium gegen ihr damaliges Heimatkaff,
Rimbach im Odenwald,ankreischten wie seinerzeit von Lowtzow gegen
Freiburg. Mittlerweile ist einiges passiert: Louisville Records,
das damalige Label der Band, hat sein Dasein beendet und die Jolly
Goods sind zu Staatsakt, dem L’age d’or des 21. Jahrhunderts,
gewechselt.
Wichtiger noch: Die Schwestern wohnen nicht mehr in Rimbach, sondern – etwas vorhersehbar – in Berlin. Die Hauptstadt hat auf die Band denselben Effekt, den sie auch schon auf Ja, Panik nach deren Immigration hatte: Beruhigung. In einer Stadt, die das Gegenstück des bisherigen Feindbilds darstellt, muss nicht mehr so viel geplärrt werden. Für den Riot-Grrrl-Sound von einst gibt es kaum noch Verwendung. Bis auf ganz wenige Ausnahmen wie „Travel“ und „Try“ ist der Noise beschwingten Folksongs, die mit Klavier und Glockenspiel arbeiten, gewichen. Mit „Freight Train“ befindet sich sogar ein Cover einer über hundertjährigen Bluesnummer der US-amerikanischen Singer/Songwriterin Elizabeth Cotten wieder. Aus der stachligen Raupe ist ein wunderschöner Schmetterling geworden. Key Tracks: „If I Were A Woman“, „Black“, „ The Trees“
nsbp;
K
Kill It Kid Feet Fall
Heavy
L
Lekman, Jens An Argument With Myself
M
Mediengruppe Telekommander Die Elite der
Nächstenliebe
Mekons, The - Ancient & Modern (1911-2011)
N
Nouvelle Vague Acoustic (Limited
Edition)
P
Pierces, The You & I
T
Twin Sister - In Heaven
"Straßenfest bei Twin Sister: Blinde-Kuh-Spiele und
Mädchen in rosa Sonntagkleidchen, Luftballons, Lichterkerzen und
lustige Paartänzchen. „I want it back“ singt Andrea Estella im
schönsten Kleinmädchensingsang, den sie sich für diese
Videoproduktion aufgehoben hat. Was ist schon gegen eine Hommage an
die Kindheit mit puertoricanischem Background und sympathischer
junger Long-Island-Band zu sagen? Popmusik muss keine Wände
einreißen und keine Wall Of Sounds produzieren, auf diesem
Debüt-Album regiert so etwas wie das freundliche Mittelmaß der
neuen amerikanischen Popordnung. Twin Sister produzieren
mehrschichtige, mehrheitlich melancholische kleine Lieder, die von
den Geheimnissen der Elektronik schon zu viel preisgeben, um noch „
naiv“ genannt werden zu können, mit dem traditionellen Pop aber
noch nicht richtig gebrochen haben." Key Tracks: „Daniel“, „Bad Street“ (Frank
Sawatzki)
Hier könnt ihr das Album in voller Länge hören:
Neue Alben: 12.-18. September 2011
Die Neuerscheinungen der Woche. Mit unter anderem Boots Electric, dEUS und Kasabian.
Neue Alben: 05.-11. September 2011
Die Neuerscheinungen der Woche. Mit unter anderem The Drums, The Kooks und Clap Your Hands Say Yeah.
Die Neuerscheinungen der Woche. Mit unter anderem The Rapture, Dear Reader, Bombay Bicycle Club und Boy.
Neue Alben: 22.-28. August 2011
Die Neuerscheinungen der Woche diese Woche mit unter anderem Beirut, Blood Orange und Thees Uhlmann.

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