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von Katharina Lauck
Dichtung und Wahrheit liegen oftmals nah beieinander. Und wenn stichfeste Beweise fehlen, dann wird ein Gerücht nie gänzlich einem Part zugeteilt werden können. Viel mehr wird der "Glaube" zum Urteilshammer, ganz unrelegiös und ganz subjektiv.
Aber was den Gerüchten immer anhaften wird - die vielleicht nie ganz enthüllt worden sind und es einige vielleicht auch nie werden - ist ein Hauch von Mystik. Vor allem, wenn der, der sie enthüllen könnte, nicht mehr unter uns ist.
Die Musikexpress-Redaktion hat für euch drei Gerüchte über Kurt Cobain, auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht und mussten dabei nur eines dem Glauben überlassen:
1. Courtney Love ist schuld an Kurt Cobains Tod.
Dichtung und Wahrheit: Darüber wird man noch Jahrzehnte streiten. Zumindest
Dokumentarfilmer Nick Broomfield spricht sich in seinem Film „Kurt & Courtney“
zwingend für diese These aus. Ansonsten lässt sich festhalten, dass Courtney vielleicht Kurts
Yoko Ono war – aber definitiv keine Yoko Ono ist.
2. Kurt Cobain hat Pearl Jam gehasst
Wahrheit: Cobain empfand Pearl Jam als abgehalfterte Stadionrocker mit Ziegenbärtchen. Jeff Ament kommentierte empört, dass Sub Pop ohne seine ehemalige Band
Green River niemals Bands wie Nirvana hätte veröffentlichen können. Was nur die halbe
Wahrheit ist: Ament und Stone Gossard hatten Green River aufgelöst, um
mit der Glamrockband Mother Love Bone den großen Durchbruch zu erlangen, während
Mark Arm und Steve Turner mit ihrer neuen Band Mudhoney Sub Pop die Treue
hielten (und Nirvana ermöglichten). Später schloss Cobain zumindest mit
Eddie Vedder seinen Frieden. Er mochte aber auch Billy Ray Cyrus. Behauptet der.
3. Kurt Cobain hat seinen Selbstmord auf
In Utero angekündigt.
Dichtung: Im Nachhinein lässt sich alles in Songtexte hineinlesen. Aber abgesehen davon,
dass Cobain ein labiler, an Erfolg und Leben leidender Künstler war, der aus seinem
Herzen keine Mördergrube machte, ist es auszuschließen, dass der Suizid von langer Hand geplant war.
Übereinstimmend berichten Freunde und Bekannte davon, wie sehr er seine Tochter
vergötterte und sich darauf freute, sie aufwachsen zu sehen.
Ob Schuld oder Unschuld, Hass oder Liebe, Selbstmord oder nicht - es liegt also nicht alles im Auge des Betrachters. Aber am Ende glaubt man ja doch, was man will.
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Kommentare (1)
In meinen Ohren klingen die Anfangstakte von Come As You Are. Was ich sagen will: Komm wie du bist.
Da habt ihr aber mal mit allem aufgeräumt. Was durchaus als Sarkasmus/Ironie zu nehmen ist. Das sind alles Dinge, die man weiß. Aber vielleicht sind sie so verwaschen und unscharf, ja gar unentschlossen wie hier geschrieben wurde, auch einfach nur eins: Genau richtig.
von Maoi am 22. September 2011 14:55 Uhr