Pussy Riot: Video der Punk-Performance gesperrt


Ein russisches Gericht hat entschieden, dass das Video der Anti-Putin-Performance von Pussy Riots als "extremistisch" einzustufen sei. Deswegen soll es jetzt in Russland gesperrt werden.

Das Video der Anti-Putin Performance von Pussy Riot, welches zu der Verhaftung der drei Mitglieder Nadeschda Tolokonnikowa, Jekaterina Samuzewitsch und Marija Aljochina geführt hatte, soll gesperrt werden.

Ein Moskauer Gericht hat entschieden, dass das Video des Auftritts, den Pussy Riot in einer Moskauer Kirche veranstalteten, als extremistisch einzustufen sei. Deshalb soll das Video im Internet gesperrt werden.

Die „Extremismus-Klausel“, welche der russischen Justiz dieses Vorgehen erlaubt, wurde ursprünglich eingeführt, um Neonazis und terroristische Vereinigungen inm Handeln einzuschränken. Einige Kritiker befürchten jedoch, dass die Klausel zunehmend gegen Kritiker Putins und seiner Regierung eingesetzt wird.

Wenn gegen das Urteil keine Berufung eingelegt wird, dann müssen die russischen Internet-Provider das Video sperren. Außerhalb Russlands wird das Video aber weiterhin zugänglich sein.

Yekaterina Samutsevich, die im Gegensatz zu den beiden anderen Pussy-Riot-Mitgliedern Tolokonnikowa und Aljochina nicht ins Gefängnis musste, ist bereits gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

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