Alben
Paul Kalkbrenner
Guten Tag
Das neue Album des Techno-Superstars klingt fast so wie sein letztes.
Foto:
Paul Kalkbrenner Musik/Rough Trade
Paul Kalkbrenner "Guten Tag"
Die Musik Paul Kalkbrenners nicht mehr zu mögen, weil der
Berliner Produzent und DJ quasi aus Zufall (Film und Soundtrack
Berlin Calling) zum Superstar und Alleinunterhalter der Dorfjugend
geworden ist, sein "Sky And Sand“ sich seit hundert und ein paar
zerquetschten Wochen in den Single-Charts aufhält, ist eine nette
Marotte der popkulturellen Bescheidwisser, aber auch ein bisschen
albern.
Das Bemerkenswerte ist, dass Kalkbrenner mit relativ okayem Techno zum Massenphänomen geworden ist – er ist ja kein Skrillex, David Guetta oder Tiesto. Auf seinem sechsten Album Guten Tag wird aber das evident, was sich schon auf dem Vorgänger Icke wieder angedeutet hat: Weil Kalkbrenner sich keine Mühe mehr geben muss für den Erfolg, arbeitet er nach dem Minimalprinzip: melodienselige, impressionistische Ambientflächen, dezente Abstraktionen, dazu bei Bedarf eine fette Kickdrum – fertig ist der Kalkbrenner-Track.
Neu ist, dass ganz vereinzelt ein paar ordentliche discoide Funkbässe die Musik kurzzeitig in eine neue Richtung lenken. Guten Tag hört sich gut durch, ist keine schlechte Platte, aber aus welchem Grund sollte man sich ein Album kaufen, das fast so ähnlich klingt wie seine Vorgänger?
Key Tracks: „Der Stabsvörnern“, „Das Gezabel“, „Speiseberndchen“
Kommentare (10)
unhaltsam
Vernichtende Kritik die meiner Meinung nach nicht nachvollziehbar ist.
Ich finde das ist einfach das beste Pauls Album ! Hat mir das beste Kopfkino meines Lebens beschert und es ist nicht nur zum träumen sondern auch zum tanzen perfekt.
Er ist sich treu geblieben und hat sich dadurch nur verbessert !
von larissa am 30. November 2012 15:03 Uhr
genrefremd
ich finde solche rezensionen bei denen es darum geht, dass techno oder ähnliches langweilig oder "immer das gleiche" ist, können nur von jemandem kommen, der selber mit dieser Musikrichtung nicht allzu vertraut ist. Bei techno sowie vielen anderen elektronischen Musikrichtungen kommt es auch gar nicht auf größere änderungen an, sondern meist auf die subtilen...
von entro am 02. Dezember 2012 22:30 Uhr
Diese Review ist nicht fair!
Ich kann mich "entro" nur anschließen. Wer hier zu "Icke wieder" keinen Unterschied hört, hat die elektronische Musik von Paul Kalkbrenner nicht verstanden. Ich höre seit über 20 Jahren elektronische Musik in vielen Stilrichtungen. Paul Kalkbrenner verfolge ich seit seinem ersten Album Superimpose. JEDES Album von ihm hat in meinen Augen (bzw. Ohren) seinen ganz eigenen Klang.
Wenn ich mir heut zu Tage mal die aktuellen Popcharts oder Dance Nummer von Guetta
von Philipp B. am 03. Dezember 2012 16:11 Uhr
Diese Review ist nicht fair!
Ich kann mich "entro" nur anschließen. Wer hier zu "Icke wieder" keinen Unterschied hört, hat die elektronische Musik von Paul Kalkbrenner nicht verstanden. Ich höre seit über 20 Jahren elektronische Musik in vielen Stilrichtungen. Paul Kalkbrenner verfolge ich seit seinem ersten Album Superimpose. JEDES Album von ihm hat in meinen Augen (bzw. Ohren) seinen ganz eigenen Klang.
Wenn ich mir heut zu Tage mal die aktuellen Popcharts oder Dance Nummer von Guetta und Co. anhöre, dann erkennt man die Arbeitsweise "Einer machts vor, alle machens nach". Bei PK ist das m.E. nicht so. Er ist einer der wenigen, die zwar ihrem Stil treu bleiben, aber sich darin gekonnt und individuell bewegen. PK hört selbst ja so gut wie keine Musik, damit er "frei" ist für seine Musik.
Für mich ist "Guten Tag" eines seiner besten Alben. Geschmäcker sind verschieden, aber es so zu vernichten ist unfair und diese Review sollte nochmal von einem Genrekenner überarbeitet werden. Nix für ungut!
von Philipp B. am 03. Dezember 2012 16:12 Uhr
Komisch
Welcher Mensch hat den diese Rezension verfasst? Das gibt es doch nicht, dieses Album mit ,,Icke Wieder'' zu vergleichen? Wenn ich die beiden Album ohne Vorwissen hören würde, so würde ich nicht auf den gleichen Künstler tippen. Und Tiesto(pfui) und Guetta(HaaHaa) als eine Referenz zu nehmen ist gelinde gesagt lächerlich! einfach nur lächerlich! Diese beiden Freunde machen eine völlig andere Musik. Cooles Magazin hier! Bin auf Zufall hierdrauf gestossen. Jetzt weiss ich warum ich davor noch nicht hier war - Ja richtig - auf so ein faszinierend schlechtes Musikverständnis einer Musikzeitung kann die Welt verzichten. Wiedersehen oder besser Guten Tag ;)
von Floco am 05. Dezember 2012 14:36 Uhr
Ps.
Und übrigens Skrillex mach DUBSTEP - das ist ja wohl ne völlig andere Richtung!!!
Ich lache mich schlapp wer zu Hölle hat diese Schei..e geschrieben :D Lächerlich
von Floco am 05. Dezember 2012 14:41 Uhr
yesyesyes
Vollkommen treffende Rezension. Es gibt nichts hinzuzufügen. Schade, dass ausgerechnet so ein fauler Sack wie Paul Kalkbrenner zum einzig populären Techno-Act geworden ist.
Die Rezension hat auch nichts mit fehlendem Wissen über Techno zu tun, eher mit ausreichend Wissen, um zu erkennen, dass auf diesem Album kaum relevantes passiert.
von Aye am 06. Dezember 2012 19:11 Uhr
Rezension Zutreffend!!
Die Kritik an diesem Album ist völlig zutreffend.
Die Songs haben durchgehend, fast alle einen schlechten aufbau, und sind dadurch sehr berechenbar. Meiner meinung nach klingen sie wie Sampels, die man um einen guten Song zu produziern erstmal aufwendig auseinander zupfen muss. Man sieht deutlich dass sich Paul Kalkbrenner keine große sich Mühe mehr gemacht hat bzw. der Erfolg ihn gesättigt hat, besonders wenn man sie mit seinen alten Platten wie Superimpose und Self vergleicht ist ,,Guten Tag" ein Haufen Müll. Es hatt kein bischen mehr von diesem alten manchmal auch dreckigen Berliner Teckno durch den Paul Kalkbrenner erst so berühmt wurde. Aber denoch steckt in diesen Liedern Potenzial das er leider nicht ausgeschöpft hat, und dadurch ist es eig. eine frechheit dass er sowas auf den Markt haut. Er hätte sich lieber noch 1-2 Jahre zeit lassen sollen, dann hätte dass alles Hand und Fuss gehabt, denn das Paul Kalkbrenner noch das Zeug dazu hat Hit`s rauszuhauen daran zweifel ich nicht.
von tztztztztztzttzz am 08. Dezember 2012 21:27 Uhr
REZENSION ZUTREFFEND
Die Kritik an diesem Album ist völlig zutreffend.
Die Songs haben durchgehend, fast alle einen schlechten aufbau, und sind dadurch sehr berechenbar. Meiner meinung nach klingen sie wie Sampels, die man um einen guten Song zu produziern erstmal aufwendig auseinander zupfen muss. Man sieht deutlich dass sich Paul Kalkbrenner keine große sich Mühe mehr gemacht hat bzw. der Erfolg ihn gesättigt hat, besonders wenn man sie mit seinen alten Platten wie Superimpose und Self vergleicht ist ,,Guten Tag" ein Haufen Müll. Es hatt kein bischen mehr von diesem alten manchmal auch dreckigen Berliner Teckno durch den Paul Kalkbrenner erst so berühmt wurde. Aber denoch steckt in diesen Liedern Potenzial das er leider nicht ausgeschöpft hat, und dadurch ist es eig. eine frechheit dass er sowas auf den Markt haut. Er hätte sich lieber noch 1-2 Jahre zeit lassen sollen, dann hätte dass alles Hand und Fuss gehabt, denn das Paul Kalkbrenner noch das Zeug dazu hat Hit`s rauszuhauen daran zweifel ich nicht.
von tztztztz am 08. Dezember 2012 21:29 Uhr
Alles richtig gemacht
Die Rezension ist inhaltlich treffend, auch wenn ich den Vergleich mit dem Vorgängeralbum nicht teile.
Dennoch muss ich sagen, dass sich die Aufschreie bezüglich der Vergleiche mehr als lächerlich darstellen. In dem sogenannten "Vergleich" wird eindeutig beschrieben, das Paul Kalkbrenner gerade "KEIN" David Guetta, Skrillex etc. ist.
Um meine eigene Auffassung miteinzubringen, muss ich sagen dass mir das Album zu düster, fast depressiv ist. Irgendwie passt das dann wieder zum Albumcover, aber vom Paul Kalkbrenner den ich musikalisch kennenlernen durfte, hat das herzlich wenig zu tun. Mir fehlt die Unbekümmertheit was Melodien anbetrifft.
Alles in allem trotzdem kein bodenlos schlechtes Album, nur nicht so durchschlagend wie "Berlin Calling".
von Stefan am 10. Dezember 2012 00:19 Uhr