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Vladislav Delay 4.5 Stars
Kuopio

Advanced Electronica: Sasu Ripatti verbindet multiple Beats zu hochkomplexen musikalischen Gebilden auf seinem zweiten Album für Raster-Noton.

Vladislav Delay Foto: Raster-Noton/Rough Trade Vladislav Delay "Kuopio" Als der finnische Electronica-Veteran Vladislav Delay aka Sasu Ripatti vor knapp einem Jahr mit Vantaa sein ers­tes Album auf dem Chemnitzer Label Raster-Noton veröffentlichte, blieb nur eine Frage offen. Wieso hat es diese so offensichtliche Paarung nicht schon 15 Jahre früher gegeben? Beide Parteien arbeiten an einer experimentellen elektronischen Musik, die sich aktuellen – also mehrheitlich rückwärtsgewandten – Referenzzyklen verweigert, und beide vertreten die mittlerweile ja doch ziemlich altmodisch gewordene Auffassung, elektronische Musik müsse mit Innovation verbunden sein.

In manchen Tracks auf Kuopio, benannt nach einer Stadt in Ostfinnland, verschachtelt Vladislav Delay Soundpatterns und Beats, die isoliert ein Drei-Tage-waches Tanz-und-noch-mehr-Vergnügen garantieren würden, zu hochkomplexen musikalischen Gebilden. Delays beatbehaftete Ambientstrukturen, durch die mitunter der dubbige Minimal-Techno der Basic-Channel-Schule schimmert, lassen Soundlandschaften – oder besser: urbane Soundszenarien – halluzinieren.

In „Osottava“ wird die Summe der hämmernden Multi-Beats zu einer Art Hypermelodie. Es ist das gewisse Mehr an Sound und Rhythmus, das die Tracks des Finnen seit jeher zu etwas Besonderem macht.

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Tags: Albert Koch / Four Tet / Playlist

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