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Chelsea Light Moving 4.5 Stars
Chelsea Light Moving

Mit neuer Band tritt Thurston Moore das Rock’n’Roll-Geröll los, das in seiner Erinnerung liegen geblieben war.

Foto: Wir denken uns das Dreieck Dylan-Burroughs-Sonic Youth. Holen die Bilder von Bob Dylans Elektroschock-Auftritt in Newport 1965 ins Gedächtnis, tauchen in die Bewusstseinsprotokolle des Beat-Poeten William S. Burroughs ein,  erinnern uns der gewaltigen Eruptionen, die Sonic Youth der Postpunk-Gemeinde hinterließen. Diesen stilbildenden Noise-Rock-Aufnahmen war Moore schon lange nicht mehr so nahe wie heute, was daran liegen mag, dass er sich nach Soloplatten und zahlreichen Saiten-Projekten nun wieder zum Band-Konzept bekennt (zu Chelsea Light Moving gehören Bassistin Samara Lubelski, Gitarrist Keith Wood und Drummer John Moloney). Etwas Besseres hätte dem Sonic-Youth-Gründer nicht widerfahren können, im Viererbund löst Moore sich aus den akademischen Fesseln, als könne er jetzt erst das Rock’n’Roll-Geröll lostreten, das so lange in seiner Erinnerung liegen geblieben war. Dieses Album steht nun wie ein Monolith da, ein machtvolles Lebensabschnittswerk, das von Zersetzungs- und Befreiungsvorgängen erzählt, manchmal bleiben ein paar Gitarrensplitter zurück, und des Sängers Stimme setzt sich ganz verknautscht drauf. Thurston Moore hat sich an der ihn prägenden Popkultur abarbeiten müssen und nimmt Dylan, Jagger und den Dichter Frank O’Hara im „Frank O’Hara Hit“ mit.

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