Das lange erwartete Debütalbum des Londoner R’n’B-Pop-Duos. :: Aus den Blogs zur BBC, von den Clubs in die Charts. Das Muster klingt vertraut. Doch wer die Musik von AlunaGeorge als zuckersüße Zuspitzung einer organisch gewachsenen Untergrundbewegung liest, missversteht ihren Kern. Aluna mag für Disclosure gesungen und George sein Handwerk im Geiste der globalen Beats-Blase verfeinert haben. In ihrem Innersten aber sind AlunaGeorge eine Band, für die nicht der Kontext des Cool zählt, sondern einzig die magischen Momente im Studio, wenn aus einer aufgeschnappten Emotion eine Melodie wird, sich aus einer Skizze ein Song schält. Das macht ihre Musik so kostbar. Sie streben nicht nach Pop, sondern tragen ihn in sich, und wissen genau, wie viel Schliff ein Diamant verträgt, bevor sein Blitzen blind macht für die Grautöne und Brüche, die das Leben besonders machen. In diesem Sinne sind ihre Songs vor allem eine Alternative zum Audioporno der Top-40-Welt. Die Beats und der Gesang verschmelzen zu keiner Zeit komplett; Alunas anrührend menschliche Vocals perlen immer leicht ab an den angenehm unfertigen Instrumentals -und bleiben genau deswegen hängen. Songs wie das tagtraumhafte „Your Drums“, das verliebt-hibbelige „Lost And Found“ und die Single „Attracting Flies“, eine kraftvolle Scheißkerl-Abrechnung in bester Destiny’s-Child-Tradition, sind unverschämt eingängig.