von Tomasso Schultze
Filme
Verblendung
von David Fincher
David Fincher treibt Stieg Larsson die Flausen aus.
Es gibt sie wirklich, die eisernen Verteidiger der schwedischen Stieg-Larsson-Verfilmungen, die ernsthaft bezweifeln, David Fincher könne nicht mehr aus dem Stoff herausholen. Moment. Auf der linken Seite: drei bierbäuchige, langweilig bebilderte Fernsehfilme, die noch tiefer in die geifernde Bürgerschreck-Kiste greifen als die Romane. Auf der rechten Seite: der neue Film des besten Regisseurs der Welt, der nicht von draußen drauf, sondern von innen raus schaut, wenn er von gesellschaftlicher Transgression erzählt.
Deshalb ist sein „Verblendung“ kein Krimi über „Männer, die Frauen hassen“ (Originaltitel des Romans), an dem man sich aufgeilen kann. Sondern das Gegenteil.
Eine Seite zurück
Weitere Artikel
-
Meine Stadt, mein Block, mein Film: Sido lässt Bushidos Film alt aussehen.
20 Dezember 2011
-
Lachend in die Kreissäge der Gutbürgerlichkeit. Ein Teufelskerl, dieser Polanski.
30 November 2011
-
Wer Gewalt sät, dreht interessante Filme.
30 November 2011
-
Brontë re-re-re-reloaded. Als wenn Trentemøller Filme machen würde.
30 November 2011

Kommentar schreiben