von Tim Rittmann
Games
Two Worlds II
Alles bleibt beim Alten
Tradition verpflichtet.
Foto:
NBG Multimedia
Two Worlds II
Viele Rollenspiele versuchen sich
daran, das Genre neu erfinden. „Mass Effect 2“ war so grandios inszeniert wie
eine HBO-Serie, dabei noch übersichtlich in der Bedienung. „Dragon Age“
wiederum bietet Taktik, tolle Zwischensequenzen und gutes Voice-Acting
– jedenfalls in der englischsprachigen Version. „Fable III“ wiederum ist
so casual wie ein Schlaflied von Justin Bieber. Bei „Two Worlds“ hingegen
bleibt alles beim Alten. Es gibt Orks und böse Hexenmeister, ein übersichtliches
Geschichtchen und eine enorme Tempoverschleppung gleich am Anfang. Zudem
glitscht und buggt die Xbox360-Version, was das Zeug hält. Aber das
Craftingsystem (das Erschaffen virtueller Gegenstände) und die individuell
zusammenstellbaren Talente ermöglichen, was andere Rollenspiele manchmal
vergessen: die Charakterentwicklung. Und wie bitte sollen wir uns in eine Welt
und eine Rolle hineinversetzen, wenn die Figur nicht unseren eigenen Maßstäben
entspricht. Für Traditionalisten und Ultraorthodoxe könnte „Two Worlds II“
daher eine Offenbarung sein.
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