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Rihanna Anti

Roc Nation/Universal Music

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Man braucht nicht lange, um herauszufinden, um was es jetzt geht. In „Consideration“ erklärt Rihanna gleich mal, dass sie sich nicht mehr herumkommandieren lasse. „I got to do things my own way, darling“, erklärt sie, als halte sie ein Warnzeichen in der Hand. Man hatte ja schon eine Ahnung. Nachdem die Barbadierin von der Musikindustrie ab 2005 im Schnelldurchlauf an die Spitze geboxt worden war, hat sie sich nun zum ersten Mal mehr Zeit gelassen, bis sie ANTI schließlich doch halbwegs überraschend veröffentlichte.

Im letzten Jahr erschienen mit „FourFiveSeconds“ und „Bitch Better Have My Money“ zwei für sie typische Singles, aber so wollte sie offenkundig nicht fortfahren. Eine Ausnahme ist „Work“, hier gastiert der alte Bekannte Drake mit einer Einladung zum Partyausflug. Aber das war‘s. Viel repräsentativer ist, was auf diesem Album ab „Desperado“ passiert. Hier singt Rihanna mit merklich rustikaler Stimme und im Hintergrund breiten sich Gitarrensounds aus, die mehr mit knarzigem Indie-Rock als mit Hochentertainment 2.0 zu tun haben. Im nachfolgenden „Woo“ singt sie mitreißend wie eine Furie, die sich alles von der Seele reiben will.

Eine ebenso große Überraschung ist die Übernahme von Tame Impalas „Same Ol‘ Mistakes“, das sich auch hier mit ganzer träumerisch-psychedelischer Kraft entfaltet. Die Ballade „Never Ending“? Nein, niemand hätte damit gerechnet, das diese Frau mal einen Song nur von einer Akustikgitarre begleitet anbietet, aber auch das geht gut. Und dann hätte Rihanna da noch zu zeigen, was sie zum klassischen Soul beizutragen hat. In „Love On The Brain“ geht sie aus sich heraus, singt eine Begleitgruppe und jubelt die Orgel. Man kann an die Superkräfte einer Beyoncé denken, aber auch dieses Stück gehört zu denen, die Rihanna dabei helfen, zu sich selbst zu finden. Es könnte noch richtig spannend werden mit ihr.

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