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Textor Schwarz Gold Blau

Trikont/Indigo

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Textor Schwarz Gold Blau
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Foto: Trikont/Indigo
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Von seiner HipHop-Vergangenheit verabschiedet sich Textor, bis 2008 Rapper von Kinderzimmer Productions, auf seinem ersten Solo-Album fast komplett. Sein Talent für prägnante Sprachbilder ist aber auch diesmal der größte Pluspunkt. Auf „Schwarz Gold Blau“ hat er zu einer faszinierenden Synthese von Inhalt und Form gefunden. In launigen Worten macht er sich Gedanken über Frauen, die „Louis Vuittons Tattoo“ tragen oder die dunklen Stunden „In der Nacht“, nur begleitet von dezenten Kontrabass-, Geigen- und Klavierklängen.

Entstanden ist eine Art Kammermusik für aufgeklärte Geister mit Hang zur Melancholie. Wer sich gerne von Tom Waits Geschichten über die Welt und den Menschen erzählen lässt, ist hier genau richtig. Wobei solche Vergleiche dem Künstler und seinem Werk Unrecht antun, denn die Songkunst von Henrik von Holtum alias Textor ist viel zu eigensinnig und lässt sich nur schwer einordnen. Einen Höhepunkt stellt in dieser Hinsicht das eigentümliche „Vorm Schleckermarkt“ dar, das eine mittelschwere Depression auslösen kann.

Mit deutlich mehr Lebensgeistern ist „Sie kriegen uns nie“ gesegnet, bei der eine prägnante Bass-Figur für den nötigen Drive sorgt. Insgesamt ist das Tempo der elf Songs niedrig. Textor braucht keine lauten Begleittöne, um sich und seiner eigenwilligen Poesie Aufmerksamkeit zu verschaffen. Seine wohlgewählten Worte reichen dazu vollkommen aus.

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