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Die Karawane zieht weiter: „Rock Im Revier“ findet keine Heimat

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Achtung, Achtung: „Rock Im Revier“ zieht zum bereits dritten Mal um – und das, obwohl es erst seit zwei Jahren besteht. Die Veranstalter des Festivals, das 2015 eigentlich unter dem Namen „Grüne Hölle Rock“ am Nürburgring debütieren sollte, zieht nach nur einem Jahr in Gelsenkirchen nun in das benachbarte Dortmund. Dort finden nun in den Westfalenhallen die Konzerte von Iron Maiden, Mando Diao und Co. statt.

Nachdem der „Grüne Hölle“-Nachfolger „Rock Im Revier“ sein Debüt in und um die Veltins-Arena, dem Stadion des Bundesligisten Schalke 04, feierte, sollte das Festival dieses Jahr eigentlich auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn stattfinden, die 2015 noch den Campingplatz beheimatete. Nun ließ der Veranstalter DEAG jedoch mitteilen, dass aufgrund der „Anwohnerproblematik“ „die von den Fans, der Produktion und auch von den Bands gewünschte Lautstärke bei den geplanten Live-Konzerten auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen“ nicht zu gewährleisten sei.

Ein Rückzug in die „altbekannte“ Schalker Arena sei ebenfalls nicht möglich, da sie am Festivalwochenende, 26. bis 28. Mai, schlichtweg schon belegt ist. So habe man sich schließlich für die Dortmunder Westfalenhalle entschieden. Dass diese Entscheidung dem sowieso schon argwöhnisch beäugten Konstrukt „Rock Im Revier“ weiteres Festival-Feeling raubt und beim potenziellen Publikum nicht gut ankommt, sieht man an den Facebook-Kommentaren einiger Ticket-Besitzer.

„Jetzt bleiben ein paar stinknormale Konzerte in der Westfalenhalle 1 – Das hat mit Festival im ursprünglichen Sinne nur noch sehr wenig zu tun“ und „Ich hatte Tickets für ein Open Air Festival gekauft und nicht für eine Hallenveranstaltung!!!“ sind nur zwei von vielen resignierenden Stimmen auf der Facebook-Seite der Veranstaltung.

Noch im November hatte die DEAG auf Nachfrage für den Text „Festival-Schwergewichtsmeisterschaft, 1. Runde“ aus dem Musikexpress-Jahresrückblicksheft 2015 versichert, man habe mit der Gelsenkirchener Trabrennbahn „die ideale Location für ein klassisches Open Air Festival gefunden, das in einem perfekten Umfeld angesiedelt ist.“ Das zum Umfeld auch immer Anwohner zählen und Tante Käthe und Familie Schwakowiak nicht von Iron Maidens Heavy-Metal-Sound beschallt werden wollen, wurde anscheinend einfach ausgeblendet.

So bleibt zum Schluss nur die Frage: Wo findet „Rock Im Revier“ 2017 statt? Hier von uns drei Vorschläge:

Landschaftspark Duisburg-Nord

Die „Rock Im Revier“-Macher werden Ende 2016 voller Stolz verkünden die perfekte Heimat für ihr Baby gefunden zu haben. Blöd nur, dass auf dem ehemaligen Industrieareal bereits das Traumzeit Festival stattfindet.

Bochumer Bermuda3eck

Nach der Duisburg-Blamage zieht die Karawane weiter – in das Bochumer Bermuda3eck. „Wir haben uns entschieden, Rock Im Revier als „Urban Festival“ aufzuziehen. Denn das Rock Im Revier muss dort stattfinden, wo Kumpel und Malocher zu finden sind: Anne Theke.

Halle Münsterland

„Wie? Münster ist gar nicht mehr Ruhrgebiet? Ach, egal. Merkt eh keiner.“

 

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