Unfall eines Helden: „Batman“-Imitator Leonard Robinson ist tot


Als Superheld verkleidet war er in Krankenhäusern und Schulen unterwegs. Bei einem Verkehrsunfall starb „Batman“ alias Leonhard B. Robinson.

Den ganz Kleinen zauberte er stets ein ganz großes Lächeln ins Gesicht: Leonard Robinson engagierte sich als Batman verkleidet für wohltätige Zwecke. Jetzt ist der US-Amerikaner tot. Im Alter von 51 Jahren ist er bei einem Unfall in Maryland ums Leben gekommen.

Leonard Robinson war auf dem Rückweg von einem Festival, bei dem er als Batman aufgetreten war. Auf dem Highway blieb sein eigens angefertigtes Batmobil plötzlich stehen. Wie CNN.com berichtet, stiegt der 51-Jährige aus seinem Wagen, um nach dem Motor zu schauen. Dabei fuhr ein Toyota in sein Auto und erfasste ihn. Robinson starb an den Folgen des Aufpralls noch am Unfallort. Der Toyota-Fahrer blieb, laut Polizei, unverletzt.

„Batman“ alias Leonard Robinson war in seiner Freizeit als Superheld in Krankenhäusern und Schulen unterwegs. Seit 2001 arbeitete Leonard Robinson ehrenamtlich als Batman. Wie die „Washington Post“ berichtet, sei der Auslöser dafür die Begeisterung seines eigenen Sohnes für den Superhelden gewesen sei. Die Kinder zu erfreuen, sei für Robinson ein großer Lebensinhalt gewesen, schreibt die Zeitung. Vor einigen Jahren erklärte Robinson seine Begeisterung folgendermaßen: „Batman ist der einzige Superheld ohne Superkräfte.“ Am liebsten höre er von Eltern folgenden Satz: „Das ist das erste Mal seit Monaten, dass mein Sohn oder meine Tochter gelächelt hat.“

Etwa 18 Mal pro Jahr trat Robinson als Fledermausheld auf, verteilte Spielzeug und gab Autogramme. 25.000 Dollar soll er laut der „Washington Post“ jedes Jahr für seine Berufung aus eigener Tasche ausgegeben haben. Seit 2012 unterhielt er eine Stiftung für Kinder, über seine Homepage „superheroesforkids.org“ konnte man ihn als Batman buchen.

Berühmt wurde Robinson 2012 nachdem er als Batman verkleidet mit seinem Batmobil bei einer Verkehrskontrolle auf der Route 29 in Silver Spring, Maryland (USA) gestoppt und Fotos der Aktion vom zuständigen Montgomery County Police Department veröffentlicht wurden. Der Superheld war zwar ohne ein offizielles Nummernschild unterwegs, doch seine humorvolle, respektvolle Art beeindruckte auch die Beamten. So bekam Robinson den Spitznamen „Route 29 Batman“ verpasst. Das nachfolgende Video zeigt die Verkehrkontrolle von 2012: