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Review

2. Staffel „Luke Cage“ auf Netflix: Ein Superheld geht viral

Der Bushmaster (Mustafa Shakir) verleiht der Serie neuen Charme.

In der zweiten Staffel haben sich die Produzenten also glücklicherweise neue Ideen einfallen lassen, um das Superhero-Schema aufzubrechen. Die alten Krankheiten werden trotzdem in die 13 neuen Episoden mit hineingeschleppt. Die Nutzung der immergleichen Locations erinnert an eine Daily Soap, das Erzähltempo ist oft anstrengend langsam und die Dialoge sind weltfremd. Ein Gespräch zwischen Luke Cage und seinem lang verschollenen Vater, dem mittlerweile verstorbenen Darsteller Reg E. Cathey, wirkt besonders emotionslos. Schade, dass ausgerechnet die Nebenrolle in „Luke Cage“ der letzte Auftritt des „House of Cards“-Fanlieblings ist.

Die Macher der Serie scheinen selbst zu bemerken, wenn die Story und mit ihr die Binge-Watcher kurz vor dem Einschlafen sind. Und werfen dann geschickt eine kleine Action-Szene ein, in der Luke Cage wahlweise mit Maschinengewehren beschossen (uneffektiv) oder vom neuen Superschurken Bushmaster (sehr effektiv) verprügelt wird. Mustafa Shakir spielt den ebenfalls kugelsicheren Gegenspieler des Helden und wertet die zweite Staffel so weit auf, dass sie für alle WM-Boykottierer, die auf Netflix eine Alternative für die kommenden Wochen suchen, eine echte Option ist.

„Luke Cage“ startet mit der zweiten Staffel am 22. Juni 2018 bei Netflix. Alle Episoden sind direkt verfügbar. 

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