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7 Erkenntnisse, die wir in der vierten Folge „Schulz & Böhmermann“ gewonnen haben

von

 

Sophie Hunger friert und wird ständig benachteiligt

Unglücklich ist auch Sophie Hunger. In augenscheinlich angenehmer Studioatmosphäre scheint sie Probleme mit dem Temperaturgefälle zwischen Studio und eigener Körperkerntemperatur zu haben, dem sie mittels Wollmütze und Lederjacke entgegenzuwirken versucht. Außerdem bekam Hunger zu drei von acht Menü-Gängen keine Gabel serviert. Beides scheint ihre Stimmung ernsthaft zu trüben. Die Singer-/Songwriterin gibt sich deshalb einsilbig. Ihre Antworten zu Beginn von „Schulz & Böhmermann“ beschränken sich auf Aussagen wie „Is gut“ und „Ich weiß nicht“.

Vielleicht wurden aber auch nur die falschen Themen behandelt. Grund für diese Annahme ist ihre Antwort auf die Frage von Olli Schulz, ob sie eigentlich gut mit Geld umgehen könne. Hunger entgegnet: „Ja. Aber ich wollte eigentlich was sagen zum Sterben.“ Nach einer unfassbar unangenehmen Mini-Pause beschreibt Hunger ihren Todeswunsch, respektive Wunsch-Tod: Hunger möchte gerne mit ihrer Band im Flugzeug abstürzen. Sie will bei einem solchen Absturz aber die einzige sein die stirbt, damit ihre Musiker-Kollegen sie im Anschluss verzehren können… Dann doch lieber kurze Antworten.

Zitat für die Ewigkeit: „Heimat ist da, wo man stirbt.“

 

Böhmermann will, dass der Flüchtling Blutwurst isst

Neben den vielen inspirierenden Dingen, die uns der aus Syrien geflüchtete Gheiath Hobi über diese Sendung vermittelt hat, fallen vor allem die liebenswürdig ungelenken Integrationsversuche seiner Tischgenossen ins Auge. Beispiel: Jan Böhmermann bietet dem muslimischen Gast einen kulinarischen Leckerbissen an. „Das ist eine deutsche Spezialität. Wurst. Aus Blut“, woraufhin Schulz wie so oft aushelfen und gegensteuern muss – und dem Syrer zutuschelt, dass es sich um Schweineblut handele und er das nicht unbedingt essen müsse. 

Zitat für die Ewigkeit: „Ich habe mir für deutsch den Arsch aufgerissen.“

 

Und sonst so:

Religion

Wir lernen: Jan Böhmermann ist überhaupt kein Atheist sondern Agnostiker, Kat Kaufmann fühlt sich dem Buddhismus verbunden, obwohl ihr Vater Jude ist. Eigentlich findet Kaufmann aber alle Religionen „kacke“, sie hat sogar ein ganzes Buch darüber geschrieben. Der aus Syrien geflüchtete Gheiath Hobi ist da toleranter. Er selbst ist Muslim, respektiert aber auch alles andere. Blome sagt nichts dazu, ist also vermutlich Christ. Sophie Hunger glaubt überhaupt nicht an Gott, was Jan Böhmermann zum Anlass nimmt, sie auf seine Agnostiker-Seite ziehen zu wollen, weil es ja eine minimale Chance gebe, dass tatsächlich so etwas wie ein Gott existiere. Hunger verweigert sich dem missionarischen Versuch von Böhmermann, denn dann müsse sie ja alles glauben (?). Von Hunger lernen wir außerdem, dass Bob Dylan zum Christentum konvertierte, weil er bei einem Motorradunfall auf den Kopf gestürzt ist.



Mit Helge Schneider, Bright Eyes, Sophie Hunger und Sandra Hüller: Der neue Musikexpress ist da!
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