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Anna Calvi im Interview: „Wut kann auch Spaß machen“

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Cocteau Twins – HEAVEN OR LAS VEGAS (1990)

Ich höre das Album so oft! Es ist vielleicht das melodischste, das ich kenne. Ich will es anmachen, wenn glücklich bin, aber auch, wenn ich mich traurig fühle. Die Songs können alles Mögliche bei mir auslösen, je nachdem, in welcher Stimmung ich gerade bin. Es beeindruckt mich, dass Elizabeth Fraser keine Worte benötigt, um ihre Emotionen auszudrücken. Ich stelle es mir schwierig vor, eine Mischung zu finden zwischen den ausgedachten Wörtern und denen, die Sinn ergeben. Sie müssen sich im Song ja auch gut anfühlen. Für mich ist es immer schwer, eine Balance zwischen dem hinzubekommen, was ich singen möchte, und dem, was gut klingt. Nehmen wir nur das Wort „cosmic“: Das würde doch jeden Song total zerstören.


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Scott Walker – SCOTT 3 (1969)

Wenn ich Singen übe, dann häufig mithilfe seiner Musik. Scott Walkers Stimme ist sehr warm, er kann einem alles damit näherbringen. „It’s Raining Today“ vermittelt perfekt, wie sich Regen anhört. Das ist magisch. Ich sehe seine und auch meine Stücke wie kleine Filme, in denen Räume geschaffen werden, in die man eintreten und sich ganz hineinfühlen kann. Ich finde, mit „Indies Or Paradise“ ist mir das gut gelungen. Da wollte ich erreichen, dass es wirklich so klingt, als würde jemand durch Dreck, Matsch oder eine Art Dschungel kriechen — sozusagen das Durcheinander des Lebens zu spüren bekommen und dabei zu einer höheren Macht emporschauen, die dann durch den Refrain widergespiegelt wird.


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Connan Mockasin – PLEASE TURN ME INTO THE SNAT (2010)

Das Album ist einfach nur seltsam, ich liebe es. Er scheint sich überhaupt keinen Kopf um Konventionen zu machen. Was Leute von einer Platte erwarten, juckt ihn nicht. Das ist keine Musik, die gemacht wurde, um jemandem zu gefallen. Connan Mockasin lässt uns vielmehr für einen Moment in seinen Kopf hinein und da geht es ziemlich interessant zu. Außerdem mag ich die Art und Weise, wie er seine Gitarre benutzt – immer so, dass es im Song ein bisschen falsch klingt. Ich versuche das bei meinem Gitarrenspiel auch oft und es ist gar nicht so einfach, diesen Sweet-Spot zwischen Chaos und etwas Wunderschönem zu finden.



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