Blur

Blur wurden 1988 von Damon Albarn (Gesang), Graham Coxon (Gitarre) und Dave Rowntree (Schlagzeug) unter dem Namen Seymour in London gegründet. Zwei Monate später stieß Alex James (Bass) hinzu. Auf Wunsch ihres Labels änderten sie ihren Namen vor der Veröffentlichung ihres Debüts in Blur. Sie sind eine der populärsten Bands des 90er-Britpops und vollzogen während ihrer musikalischen Karriere diverse stilistische Wandel.

Blurs Debüt-Album „Leisure“ (1991) stand stilistisch unter dem Einfluss der Shoegaze- und Manchester-Bewegung. Die Platte belegte Platz Sieben in den UK-Charts, womit Blur erste nationale Erfolge erzielen konnten.

Weitaus populärer wurden Blur mit „Parklife“ (1994). Das Album hielt sich 90 Wochen in den UK-Albumcharts, die Singleauskopplung „Girls&Boys“ belegte Platz Vier in den Modern-Rock-Charts der USA.

Aufgrund ihres deutlichen musikalischen Bezuges auf britische Musiktradition und der klar formulierten Ablehnung amerikanischer Rockmusik der 90er wurden sie noch vor der Produktion des fünften Studio-Albums von der Presse zu Schöpfern des modernen Brit-Pops erklärt.

Blur wurden bekannt dafür, mit musikalischen Stilrichtungen zu experimentieren und ihre Anhänger mit jedem neuen Album zu überraschen. So wurde ihr Sound auf dem fünften Album „Blur“ (1997) deutlich rockiger, auf die beliebten Bläser-Arrangements wurde verzichtet. Mit „Blur“ und vor allem der Single-Auskopplung „Song 2“, eroberte die Band erstmals die USA und konnte international durchstarten.

1998 wurden Blurs Songs von DJs wie Moby, William Orbit und Thurston Moore geremixed und vor allem auf dem japanischen Markt veröffentlicht. Blur entschieden sich dafür, William Orbit (Madonnas „Ray Of Light“) als neuen Produzenten zu engagieren, so dass sich der Klang ihres Albums „13“ noch weiter vom ursprünglichen Britpop-Stil distanzierte.

Mit den folgenden Alben wurden Blur klanglich weitaus elektronischer, was dem Erfolg der Band nicht im Weg stand. Als sie 2009 ein Reunion-Konzert im Londoner Hyde Park ankündigten – Gitarrist Graham Coxon war 2002 ausgestiegen – wurden die Tickets innerhalb von zwei Minuten verkauft. 2010 erschien die Band-Dokumentaion „No Distance Left To Run“ und wurde im selben Jahr für den Grammy „Best Long Form Music Video“ nominiert.

Fast genauso bekannt wie für Blur ist Sänger Damon Albarn auch für seine Aktivitäten mit der experimentellen All-Star-Band Gorillaz.

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