The Who

The Who hatten, obwohl sie zu den bekanntesten und bedeutendsten Bands Großbritanniens zählen, niemals einen Nummer-Eins-Hit. Ihre Alben verkauften sich dennoch weltweit millionenfach und ihre Rockopern „Tommy“ und „Quadrophenia“ waren bahnbrechend. Sie wurden zu Vorbildern der Mod-Bewegung und erfolgreiche Vertreter der Rock- und Progressive-Bewegung. Diverse große Künstler coverten die Songs von The Who und auch die Rockopern wurden durch Musiker wie David Bowie und Pink Floyd nachgeahmt. 1990 wurden sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, darüberhinaus erhielten The Who diverse Musik- und Ehrenpreise.

The Who entstanden aus der 1959 gegründeten Schulband The Detours, die 1964 in The Who umbenannt wurde. Das Line-Up bestand aus Roger Daltrey (Gesang), Pete Townshend (Gesang, Gitarre), John Entwistle (Bass, Gesang) und Keith Moon (Schlagzeug). Für ihren Musikstil erfand die Band die Bezeichnung „Maximum R&B“.

Der erste Hitparadenerfolg kam schon mit der ersten Single „I Can’t Explain“ (1965) sowie dem nachfolgenden „Anyway, Anyhow, Anywhere“. Auch beide zugehörigen Alben erfreuten sich in der Szene großer Beliebtheit. Da die Band jedoch während ihrer Auftritte ihr Equipment zerstörte, gerieten The Who in finanzielle Schwierigkeiten.

1969 schrieb Pete Townshend die Rockoper „Tommy“, die ein großer Verkaufserfolg wurde und mit Starbesetzung verfilmt wurde. Die ausgedehnten Tourneen mit ekstatischen Bühnenshows machten The Who zu den Top-Acts ihrer Zeit: für den Auftritt auf dem legendären Woodstock-Festival erhielt die Band 11.200 US-Dollar.

Auf dem darauffolgenden Album „Who’s Next“ erschienen 1971 einige der bekanntesten Stücke der Band: „Won’t Get Fooled Again“, „Behind Blue Eyes“ und „Baba O’Riley“.

Mit „Quadrophenia“ veröffentlichten The Who 1973 eine weitere Rockoper, und auch wenn sich das Doppel-Album kommerziell nicht so erfolgreich gestaltete, stellt es für Fans und Kritiker einen weiteren Höhepunkt der Bandkarriere dar. Erst 1978 stellte sich verbunden mit einem Stilwechsel wieder großer kommerzieller Erfolg ein, da Townshend als Haupt-Songwriter die Energie des Punk miteinfließen ließ und auf neue Sounds und die Verwendung von Synthesizern bestand.

1978 starb Schlagzeuger Keith Moon an einer Überdosis Medikamenten. The Who machten dennoch weiter, tourten aber vorwiegend. Am 17.12.1982 gaben The Who ihr vorerst letztes Konzert und die Auflösung der Band folgte 1983. Vereinzelt traten die Mitglieder zusammen noch auf, aber nur zu besonderen Anlässen wie dem Live-Aid-Konzert im Londoner Wembley-Stadion 1985. 2002 starb Bassist John Entwistle an einem Herzinfarkt. 2006 gingen The Who erneut auf Welttournee und veröffentlichten mit „Endless Wire“ das erste Studioalbum seit 23 Jahren.

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