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Vinyl

Aus analog wird digital: So digitalisiert Ihr Eure Schallplatten

Nun ist es natürlich wichtig zu wissen, mit was für einem Plattenspieler Ihr Eure Schallplatten digitalisieren wollt. Seid Ihr stolze Besitzer eines analogen Schallplattenspielers ohne jegliche digitale Anschlüsse, dann braucht Ihr einen Phono-Vorverstärker. Mit ihm werden die analogen Signale des Plattenspielers entzerrt, verstärkt und auf die Frequenzen gebracht, mit denen eine Stereoanlage oder in diesem Fall ein Laptop arbeiten kann. Dabei solltet Ihr darauf achten, dass der Phono-Vorverstärker über einen USB-Ausgang verfügt, damit das kleine Gerät direkt an einen Laptop angeschlossen werden kann.

Der Power Dynamics PDX015 verfügt über einen solchen USB-Ausgang und kommt sogar mit zugehörigem USB-2.0-Kabel. Preis: 45 Euro. Der Plattenspieler wird dann zunächst mit dem Phono-Vorverstärker verknüpft, welcher wiederum mit dem Line-In-Anschluss des Laptops verbunden wird. Der Line-In-Anschluss entspricht bei einem gewöhnlichen Laptop übrigens dem Mikrofon-Eingang.

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Wie gemacht für die Digitalisierung

Ein Schallplattenspieler mit einem USB-Anschluss hingegen ist wie gemacht für das Digitalisieren von Vinyl. Und tatsächlich reagierten die Hersteller mit dieser praktischen Kombination auf die Bedürfnisse heutiger Schallplattensammler, Ihre Musik für die Ewigkeit digital zu archivieren und überall hören zu können. Plattenspieler, die über einen USB-Anschluss verfügen, haben normalerweise bereits einen Phono-Vorverstärker integriert, sodass er direkt per USB-Kabel an Computer angeschlossen werden kann.

Der Audio-Technica AT-LP120-USB eignet sich sehr gut. Das Laufwerk ist durch den Direktantrieb DJ-tauglich, während ein Phono-Vorverstärker bereits eingebaut ist und der Digital/Analog-Wandler das Digitalisieren über den USB-Eingang möglich macht. Für einen fairen Preis von 250 Euro bekommt man einen robusten Turntable, bei dem man nur kleine klangliche Abstriche beim digitalen Endprodukt machen muss.

Audio-Technica AT-LP120-USB
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Finaler Schritt: Die geeignete Software

Mit dem richtigen Plattenspieler oder geeigneten Zubehör für Euer Projekt „Schätze verewigen“ fehlt nur noch die richtige Software zur Aufnahme. Es gibt einige gute Programme, die sich für Euer Vorhaben eignen. Beliebt ist das kostenlos verfügbare Programm „Audacity“, das Ihr einfach auf der zugehörigen Webseite herunterladen könnt. Es ist für Windows, macOS und Linux erhältlich. Die Handhabung ist nach kurzer Einarbeitungszeit ziemlich einfach und das Programm übersichtlich gestaltet. Außerdem kann „Audacity“ die Dateien in verschiedenen Formaten speichern. Empfehlenswert ist hierbei das Format FLAC, bei dem Eure Musik verlustfrei, aber dennoch komprimiert gespeichert wird. MP3-Dateien brauchen noch weniger Platz, sind dafür aber nicht verlustfrei. Oder Ihr wählt AIFF oder WAV, wobei die einzelnen Dateien hier sehr viel Speicherplatz benötigen. Der digitale Rekorder macht außerdem die Bearbeitung der Tracks möglich. Dabei schließt „Audacity“ das automatische Aufsplitten der Titel und anschließende Entfernen von möglicherweise als störend empfundenem Rauschen und Knistern mit ein.

Ein Projekt, das Zeit frisst

Je nach Größe der Schallplattensammlung, deren Digitalisierung Ihr in Angriff nehmen wollt, sprechen wir hier über ein mehr oder weniger zeitaufwändiges Projekt. Aber besonders wenn Ihr Euch dafür entscheidet, das charakteristische Rauschen und Knistern auf der digitalen Aufnahme in Ruhe weiterleben zu lassen, habt Ihr Eure Plattensammlung immer und überall dabei. Auch wenn die Schallplatten eigentlich ganz weit weg sind. Und genau dann lohnt sich der Zeitaufwand, der die Entkopplung der Musik von ihrem physischen Körper mit sich bringt.

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