Spezial-Abo
Erster Eindruck

„Check Check“ im Check: Was die Folgen 1 und 2 über Klaas Heufer-Umlaufs neue Comedyserie versprechen

Die Flughafen-Szenen bestechen durch ihren Slapstick-Humor und Leichtigkeit. Umso radikaler wirken die Wechsel zu den Szenen zwischen Jan und seinem vereinsamten, alt werdenden Vater. In diesen Momenten setzt – wie sollte es auch anders sein – dramatisches Klaviergeklimper ein. Als ob das ohnehin vergleichsweise schwere Thema Demenz noch einen Emotionsverstärker bräuchte.

Humor und Melancholie

Bereits als Jugendlicher hat Klaas Heufer-Umlauf Theater gespielt und wirkte auch schon in kleineren Rollen in Filmen und Serien mit, dennoch ist die Schauspielerei bisher nicht sein Kerngeschäft gewesen. Und das merkt man auch „Check Check“ an: Heufer-Umlauf gibt sich anscheinend immer eine Spur zu viel Mühe die Sätze richtig zu betonen und wirkt dadurch teilweise gekünstelt.

Nach den ersten beiden Folgen bleibt es abzuwarten, ob sich die Figuren noch weiterentwickeln oder recht belanglos bleiben. „Check Check“ wirkt bislang ein wenig wie der Versuch typisches deutsches Privatfernsehen ins Internet zu übertragen.

Doch selbst wenn die Charaktere in den weiteren acht Folgen so durchschaubar bleiben wie bisher: „Check Check“ bietet die Möglichkeit sich unaufgeregt und originell unterhalten zu lassen. Die Serie paart auf unkonventionelle Art und Weise Humor mit Melancholie. Sie zeigt den Kampf eines jungen Menschen gegen das „Gewöhnlichsein“ – und können wir uns damit nicht alle ein bisschen identifizieren?



Klaas Heufer-Umlauf entschuldigt sich „ernst gemeint und ohne jede Ironie“ nach Fake-Vorwürfen
Weiterlesen