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🔥Heute vor zehn Jahren: Das waren die zehn größten Chart-Hits in Deutschland im Jahr 2010

Diese 10 Newcomer solltet Ihr beim Reeperbahn Festival nicht verpassen

Louisa Zimmer

Gurr (Deutschland)

Seit vier Jahren machen Andreya Casablanca und Laura Lee Jenkins als Gurr Musik. Was als Trio gestartet ist, ist nun zum Duo zusammengewachsen. Die ersten Proben fanden in einer Garage im Berliner Stadtteil Neukölln statt. Genauso euphorisiert wie man sich die ersten Proben der Band vorstellen mag klingt der charmante Garage-Rock der Band auch heute noch. Nach der EP „Furry Dream“ aus dem vergangenen Jahr erscheint am 14.10.2016 das Gurr-Debütalbum IN MY HEAD. Beim Reeperbahn Festival gibt es sogar zwei Mal die Möglichkeit, die neuen Songs des Duos live zu erleben.

Louisa Zimmer

Sevdaliza (Niederlande/ Iran)

Mit 16 Jahren wurde Sevdaliza Profi-Basketballerin, bis sie dem Leistungsdruck nicht mehr standhalten konnte. Ein Glück – nicht für ihr Gemüt, aber für uns. Denn sonst wäre uns die wunderbare Musik der Niederländerin mit iranischen Wurzeln vorenthalten geblieben. Sevdalizas R&B-Pop, der sich auf den beiden im vergangenen Jahr veröffentlichten EPs „The Suspended Kid“ und „Children Of Silk“ findet, ist im gleichen Maße gefühlvoll wie mystisch. Untermischt mit elektronischen Elementen, die die Künstlerin im Alleingang produziert, ist diese Klangmischung perfekter Soul für das digitale Zeitalter.

Louisa Zimmer

Woman (Deutschland)

Hört man „Psychedelic Lover“, nein, man würde nicht vermuten, dass diese Band aus der Karnevalshochburg Köln stammt. Schwüler Gesang im kühlen Zeitgeist-Pop-Gerüst stammt doch sonst aus New York, L.A. oder London. Woman jedoch sind aus Köln und momentan eine der spannendsten einheimischen Combos, weil sie in ihrem Sound überhaupt keine Spuren zu ihrer Wahlheimat am Rhein legen. Insbesondere die zwischen selbstbeherrschten Elektropop und Mathrock changierenden Rhythmen lösen unweigerliches Fußzucken aus. Wenn eine Band wie Beat!Beat!Beat! vom NME in den Himmel gelobt wurde, was steht diesen Herrschaften dann bloß für eine Zukunft in den Sternen geschrieben?

Dominik Sliskovic

Communions (Dänemark)

Was wurde dem Grundwasser Dänemarks eigentlich zugesetzt, dass ihre Kids so grandiose Musik machen? Communions aus Kopenhagen sehen zwar aus wie Abziehbilder aus Shane Meadows „This Is England“ und auch ihr Sound vermengt die Tristesse des Thatcher-Nordengland mit der Hymnenhaftigkeit der Stone Roses und Oasis, doch ihr Trick ist es, den Hörer niemals die Nostalgie-Keule aus dem Jutebeutel holen zu lassen. Viel eher möchte man diesen blassen Bengeln stolz die Schulter klopfen und ihnen eine 1+ für ihre Konsequenz im Fach „Musikgeschichte ins hier und heute übertragen“ geben.



Andreya Casablanca (Gurr) teilt ihre erste Solo-Single „Talk About It“ samt Video
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