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Doku-Tipp zum Fall Anthony Weiner: Wie Sexting den Politiker zu Fall brachte

Anthony Weiner ist in den USA deutlich bekannter als in Europa, seine Geschichte ist bizarr. Als demokratischer Politiker musste er seine Ämter niederlegen, weil er in einen Sexting-Skandal verwickelt war. Der verheiratete Weiner meldete sich in Foren an verschickte Penisbilder etc. Einige Monate später wollte Weiner noch einmal angreifen und Bürgermeister von New York werden. Seine Frau, die als Beraterin von Hillary Clinton tätig war, stand weiterhin hinter ihm, Weiner malte sich Chancen auf ein Comeback aus. Und wurde dann erneut durch einen Sexting-Skandal aus der Bahn geworfen. US-Talker machten sich über ihn lustig, Parteikollegen reagierten nur noch genervt auf den ehemals aufstrebenden Politiker.

Am Montag wurde Anthony Weiner zu einer Haftstrafe von 21 Monaten verurteilt. Er hat gestanden, auch mit einem 15 Jahren alten Mädchen geschrieben zu haben: Vulgäre Inhalte und Fotos inklusive. Vor Gericht weinte Weiner, den Traum vom wiederhergestellten Image kann er nun endgültig begraben.

Der außergewöhnlichen Geschichte Weiners wurde bereits 2016 eine Dokumentation gewidmet. „Weiner“ heißt sie, in den USA lief sie sogar in den Kinos, während sie in Deutschland auf Netflix verfügbar ist. Anthony Weiner lässt sich darin von einem Kamerateam bei seinem Wahlkampf für das Amt des Bürgermeisters von New York begleiteten und zeigt sich solange vor Familie und Kollegen geläutert, bis der nächste Sexting-Skandal vor laufenden Kameras auffliegt.

Den Trailer zur Dokumentation könnt Ihr Euch hier anschauen:


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