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Meinung

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In den Achtzigerjahren gab es keine Indie-Rockfestivals. Rockfestivals waren „mainstream“. Und mainstream war schlecht. Damals traten Metallica und Iron Maiden bei den Rockfestivals auf. Dreißig Jahre später treten immer noch Metallica und Iron Maiden bei den Rockfestivals auf. Aber die Rockfestival-Veranstalter haben inzwischen das kommerzielle Potenzial von Indie, dem neuen Mainstream, erkannt und mischen immer wieder ein paar Indie-Bands unter die „etablierten Acts“. Die dürfen dann nachmittags um 15 Uhr bei knallendem Sonnenschein ein Dreiviertelstündchen verloren auf der Hauptbühne herumhampeln.

Mittlerweile gibt es auch eine Reihe von Indie-Festivals. Der Indie-Hörer von heute findet die Idee, weniger als hundert Euro zu bezahlen, um ein paar Dutzend Bands zu sehen und darüber hinaus auch noch Bungee springen zu können, nicht mehr mainstream. Er findet es: geil.

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Dieser Text ist ein Auszug aus Albert Kochs Buch „Fuck Forever – Der Tod des Indierock“, in dem er 2007 unter dem Kapitelnamen „Das Rockfestival“ erschien.



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