Bingewatch-Empfehlungen

Eine Geschichte der Sitcoms: Die ikonischsten US-Comedy-Serien der 1990er-Jahre

von

1989 – 1998

Man mag sich fragen, wie es sein kann, dass eine Serie, die gerne als „show about nothing“ betitelt wird, weithin als eine der größten und einflussreichsten Sitcoms aller Zeiten gilt. Die kurze Antwort: Wer es sich anschaut, wird es verstehen. „Seinfeld“ wurde im Jahr 1989 von den Comedy-Urvätern Larry David und Jerry Seinfeld ins Leben gerufen und portraitiert das Leben von den vier in New York lebenden Freunden Jerry Seinfeld (bzw. eine leicht fiktionalisierte Version seiner selbst), dessen bestem Freund George Constanza (Jason Alexander), seiner früheren Ex und jetzigen guten Freundin Elaine Benes (Julia Louis-Dreyfus) und Cosmo Kramer (Michael Richards) – dem Nachbarn von Gegenüber.

Die Show lebt von (oft unglücklichen) Zufällen und Begegnungen, präzisen Beobachtungen aus dem alltäglichen Leben und ironischen Twists, deren Fäden häufig erst gegen Ende einer Folge zusammenlaufen. Zudem ist die Show für ihre immanente Mischung aus Realität und Fiktion bekannt, da viele Episoden auf wahren Erlebnissen von Jerry Seinfeld und Larry David beruhen. Fun-Fact: Nachdem „Seinfeld“ im Jahr 1998 nach neun Staffeln zu einem Ende kam, war schnell von einem „Seinfeld-Fluch“ die Rede – keine*r der Hauptdarsteller*innen schaffte es die ersten Jahre, in einem neuen Projekt Fuß zu fassen. Erst im Jahr 2006 schien der „Fluch“ gebrochen zu sein, als Julia Louis-Dreyfus einen Emmy als Beste Hauptdarstellerin in der CBS-Sitcom „The New Adventures of Old Christine“ gewann, die Trophäe in die Kamera hielt und sagte: „Ich bin nicht jemand, der wirklich an Flüche glaubt, aber verfluche das hier, Baby!“ Ende 2019 kamen die großen Neuigkeiten: „Seinfeld“ wird ab 2021 bei Netflix verfügbar sein!

Der Prinz von Bel-Air

1990 – 1996

Was passiert, wenn man einen Teenager von den Straßen von Philadelphia ins noble Viertel Bel Air zu seinen wohlhabenden Verwandten schickt, damit er da seinen Schulabschluss machen kann? Erst einmal: Chaos. Die Sitcom „Der Prinz von Bel-Air“ dreht sich um William „Will“ Smith (wie hieß nochmal bloß der Schauspieler?), der sich in seinem neuen Leben bei seinem strengen Onkel Phil Banks (James L. Avery, Sr.), dessen Frau Vivian (erst gespielt von Janet Hubert-Whitten, in der vierten Staffel dann von Daphne Maxwell Reid ersetzt) und deren vier Kindern – die zwei eher versnobten und konservativ erzogenen Hilary (Karyn Parsons) und Carlton (Alfonso Ribeiro), die gutmütige Ashley „Ash“  (Tatyana Ali) und der jüngste Sohn Nicky Banks (Ross Bagley)  – zurechtfinden muss. Zur Seite steht ihm dabei sein bester Freund Jazz (gespielt von DJ Jazzy Jeff), der aufgrund seines Benehmens regelmäßig aus dem Haus der Banks geworfen wird. Während Will zunächst wegen seiner unbesorgten, charmanten und lockeren Art in dem Reichenviertel negativ auffällt, entwickelt sich über die Zeit hinweg jedoch ein enges Band zwischen der Familie und dem ungleichen Jungen.



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