FKA twigs, FaltyDL, Sinéad O’Connor – die Alben der Woche vom 8. August 2014


Album der Woche: FKA twigs – LP1

Die vornehmste Eigenschaft des Bassmusik-grundierten R’n’B ist seine Musikalität. Jeder, der in den vergangenen paar Jahren aufgekommenen KünstlerInnen war zu gleichen Teilen ProduzentIn und SängerIn. Die Musik wird in diesem freilich auch inhomogenen Genre nicht – wie etwa im Mainstream – lediglich als Mittel angesehen, um die Stimme eines möglichst leichtbekleideten „Stars“ in Szene zu setzen. Prima inter pares: Tahliah Barnett, 26-jährige Produzentin und Sängerin aus dem südwestenglischen Gloucestershire, die zuerst unter dem Namen Twigs, dann nach einem Namensstreit als FKA (Formerly Known As) Twigs auftritt.

>>> zur Rezension

FaltyDL – IN THE WILD

Drew Lustman, dieser umtriebige Garage­boy aus New York, der gerne mal auf fünf Labelhochzeiten gleichzeitig tanzt, lässt sich akut etwas mehr Zeit für seine Releases, hält 2014 dafür eine feine Qualitäts-Quote. Nicht nur die letzten Remixarbeiten, auch die Rückkehr zu Swamp81 mit der 12-Inch „Huff & Puff Bruk“ war nach dem eher okayen letzten Album HARDCOURAGE eine Rückkehr zu alter Form. Die neue Platte kommt nicht nur mit Promovideos auf PornHub (nicht gleich den Laptop stürmen, alles safe for work, versprochen), sondern auch mit einem Gedicht, auf das IN THE WILD basiert; geschrieben von Ghostwriter Shanghai Den.

>>> zur Rezension

Sinéad O’Connor – I’M NOT BOSSY, I’M THE BOSS

Guter Witz, Sinéad O’Connor. Frau Boss im schwarzen Lackleder-Outfit umarmt die E-Gitarre wie einen Lover und sieht gleich mal 20 Jahre jünger aus. Aber, werte O’Connor-Fans, ihr werdet nur eine autobiografisch zu verortende Stelle hier finden. „ How About I Be Me“ ist eine Replik auf hilflose Kritiker, die ihre Privat-Geschichten in einer irischen Zeitung so gar nicht sexy fanden.

>>> zur Rezension

Ghost Beach – BLONDE

Die Bemühungen, die klangtechnisch nicht ganz zu Unrecht vergessene zweite Hälfte der 80er wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, erreichen auf dem ersten Album des New Yorker Elektro-Duos, das bereits im vergangenen Jahr mit seiner Debüt-EP „ Modern Tongues“ sprichwörtlich Staub aufwirbelte, einen neuen Höhepunkt. An die Originale, egal ob nun von Tears For Fears, Peter Gabriel, The Police oder Talk Talk, reichen die zwölf Songs zwar bei Weitem nicht heran, aber auch so ergibt sich eine kurzweilige und unterhaltsame Zeitreise.

>>> zur Rezension

Diverse – WISH I WAS HERE (O.S.T.)

Mit „Garden State“ ist Zach Braff vor zehn Jahren ein Indie-Drama gelungen, das die Befindlichkeiten einer Generation auf den Punkt brachte und gleich den passenden Soundtrack dazu lieferte: Neben The Shins waren Bands wie Coldplay, Iron & Wine und Zero 7 darauf zu hören. Viele von ihnen haben ihren späteren Erfolg Braff zu verdanken. Der bekam wiederum für seine Musikauswahl einen Grammy. So weit so gut. Doch nun hat Braff zehn Jahre später denselben Soundtrack einfach noch einmal zusammengestellt.

>>> zur Rezension

Trans Am – VOLUME X

Trans Am waren immer die Lustigen unter den Post-Rockern. Als Tortoise akademisch den Rock sezierten, gönnten sich die Labelkollegen Metal- und Kraut­rock-Spielereien. VOLUME X ist bereits das, genau, zehnte Werk. Ihre Identität haben Trans Am nie verloren – auch wenn die Bandmitglieder als Schlagzeuger der Neu-Metaller Baroness oder Gründer des Projekts Life Coach auf anderen Feldern aktiv waren.

>>> zur Rezension


Them Crooked Vultures: Dave Grohl äußert sich zu potentieller Reunion
Weiterlesen