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HipHop-Geschichte

Was wurde eigentlich aus… dem HipHop-Duo Kris Kross?

Selbst die enttäuschende Performance ihres „Kris Kross: Make My Video“-Sega-Spiels, das auf Platz 18 der „Electronic Gaming Monthly“-Liste der „20 schlechtesten Spiele aller Zeiten“ landete, konnte der Popularität der beiden Rapper keinen Abbruch tun. Ihr zweites Album DA BOMB (1993) erhielt erneut Platin-Status, das dritte, YOUNG, RICH & DANGEROUS, verkaufte sich immerhin 500.000 Mal, wohingegen das zwar vollendete, bis dato dennoch namenlose vierte Werk des Duos gar nicht erst erschien.

Trennung und Reunion von Kris Kross

Stattdessen gingen Kris Kross musikalisch fortan getrennte Wege. Während Kelly nach seinem Tontechnik-Studium sein eigenes Label gründete und somit ausschließlich hinter den Kulissen die Fäden in der Hand hielt, veröffentlichte Smith zwei Solo-Singles, mit denen er sich unter anderem gegen die Misogynie im HipHop-Business aussprach. Sein Debütalbum URBANE EXPRESSIONS wurde erneut von Dupri produziert, hat aber leider bis heute nicht das Licht der Welt erblicken dürfen. Dafür half ihm sein „Marketing & Business“-Studium, das er wie Smith an der Woodward Academy in College Park, Georgia absolvierte, bei der Gründung seines eigenen Multimedia-Unternehmens „One Life Entertainment, Inc.“.

2013 kamen Kris Kross dann doch nochmal für eine letzte gemeinsame Performance zusammen. Anlässlich des 20. Geburtstags von Dupris „So So Def Recordings“ traten die beiden Rapper im Fox Theatre in ihrer Heimatstadt Atlanta auf, um ihren Hit „Warm It Up“ zu performen. Nur wenige Monate später sollte die traurige Nachricht über Chris Kellys Tod an die Öffentlichkeit dringen.

Mac Daddys Tod und Kris Kross‘ Einfluss auf die HipHop-Szene

Nachdem der schon viele Jahre drogenabhängige Kelly am 29. April bewusstlos in seiner Wohnung gefunden wurde, starb er schließlich am 1. Mai 2013 im Alter von nur 34 Jahren im Atlanta Medical Center. Der Autopsiebericht offenbarte später, dass ein Drogencocktail aus Heroin und Kokain für den unerwarteten Tod Kellys verantwortlich gewesen war.

Neben Dupri, der den verstorbenen Rapper in einem Tweet als Sohn, den er niemals hatte, und einen „wahren Künstler“ bezeichnete und Smith, der ebenfalls öffentlich um seinen „besten Freund und Bruder“ trauerte, nahmen auch zahlreiche weitere Musiker*innen auf Twitter und Co. von Kelly Abschied.



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