Darum spielen Linkin Park in der Allianz Arena – nicht im Olympiastadion

Linkin Park spielen 2026 in der Allianz Arena München – nicht im Olympiastadion. Warum eigentlich?

Linkin Park kommen nach München und spielen am 11. und 12. Juni in der Allianz Arena, der Heimat des FC Bayern München. Aber warum eigentlich dort? Hier beantworten wir die Frage der Anreisenden, auf welche die meisten Münchner:innen schon längst die Antwort kennen.

Wer an legendäre Open-Air-Konzerte großer Stars in München denkt, stellt sie sich wohl am ehesten im Olympiastadion vor. Dort traten schon Kaliber wie Taylor Swift und Ed Sheeran auf. Warum spielen Linkin Park nun im Fußballstadion? Dafür gibt es eine einfache Antwort, die jedoch mit erheblichem Aufwand verbunden ist.

Olympiastadion in der Sanierung

Seit Herbst 2025 wird fleißig gebaut: Das Olympiastadion im Münchner Olympiapark wird derzeit saniert. Deshalb gab es 2025 die letzten großen Shows in der Arena – und die Stars müssen 2026 auf andere Bühnen ausweichen.

In der Allianz Arena gibt es sonst eigentlich keine Bühne. Dort wird normalerweise auf Rasen gekickt – gesungen wird, wenn überhaupt, oben in den Fankurven, und das meist nicht in höchster musikalischer Qualität. Also heißt es: das Fußballstadion konzertfest machen. Denn nicht nur Linkin Park weichen dorthin aus – auch die Foo Fighters, BTS und Helene Fischer werden diesen Sommer in der Allianz Arena spielen.

Alternativen bis 2029

Bis 2029 sollen Konzerte im Olympiastadion wieder möglich sein. Doch solange müssen Alternativen her: Die Allianz Arena, aber auch das Messegelände Riem und der Königsplatz sind bereits erprobte Open-Air-Alternativen in München. Die Beherbergung der Musikevents in der Bayern-Arena ist nur möglich, weil die Open-Air-Konzerte jeweils in die Sommerpause der Fußballsaison fallen. Denn für die Bühnenshows müssen an der Anlage einige Anpassungen vorgenommen werden.

311 Tonnen Rasen und ein neues Backstage

Erster Schritt: Der Rasen muss weg. Insgesamt 311 Tonnen Gras wurden abgefräst, wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtet. Drei Tage dauerte das. Denn dort, wo sonst die Bayern-Spieler:innen schnaufen, werden sich bald Linkin-Park-Fans in den Moshpit werfen. Der Rasenplatz wurde dann durch Bodenplatten ersetzt. Außerdem bauten Handwerker:innen eigens einen Backstagebereich, wo sonst die Teambusse anfahren. Zusätzlich benötigte es für das Publikum gekennzeichnete Fluchtwege aus dem Innenbereich heraus.

Es gab also viel zu tun, damit die Allianz Arena am Donnerstag für Linkin Park bereit ist. Ihre Bühne kann anschließend von den Foo Fighters weitergenutzt werden, die am 17. Juni ebenfalls in München spielen. The Weeknd (25., 26. und 27. Juni), BTS (11. und 12. Juli) sowie Helene Fischer (17. Juli) bringen hingegen alle ihre eigenen Bühnen mit. Dann heißt es nochmals: Umbau in der Allianz Arena.