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Neu bei Musical.ly: Künstliche Intelligenz und Frauenfußball

Im November vergangenen Jahres kaufte das chinesische Medien-Unternehmen Bytedance, dem auch die soziale Plattform Toutiao gehört, die 2014 gegründete Lip-Sync-App Musical.ly für 800 Millionen Dollar (690 Millionen Euro).

Künftig soll Musical.ly von Bytedances hochentwickelten künstlichen Intelligenz profitieren, die auf Interessen basierende Beiträge hervorhebt, sagte Verena Papik, Marketingdirektorin von musical.ly, am 1. Februar bei einem Pressetermin in Berlin.

Außerdem will das nach wie vor unabhängige Start-Up mit diesem Deal das asiatische Publikum erreichen. Bisher sei die App vor allem in der westlichen Welt erfolgreich und zählt laut musical.ly insgesamt über 250 Millionen Muser – so nennen sich die musical.ly-User.

Die UEFA als Partner

250 Millionen Muser, die schon lange nicht mehr alle Karaoke singen. Viel Content stamme aus dem Sportbereich, deswegen werde musical.ly in diesem Jahr Content-Partnerschaften mit Vereinen und Marken eingehen: Beispielsweise mit der UEFA und dem 1. FC Köln. So will die Allround-Entertainment-Plattform 2018 den Frauenfußball fördern, schließlich ist die App vor allem bei weiblichen Teenagern beliebt.

Außerdem möchte musical.ly mit 50 Millionen US-Dollar beginnen seine „Creators“, die aktiven Nutzer der App, etwa durch Stipendien zu fördern. Idealerweise soll der sogenannte „Creator Fund“ den Musern ermöglichen, von ihren Video-Posts leben zu können, so Papik.

Dazu seien für dieses Jahr neue Bearbeitungsfunktionen für Videos geplant – und interaktive Formate wie etwa 2017 die Original-Shows mit MTV. Die Musical.ly-Gründer Louis Yang und Alex Zhu werden die App nach dem Zusammenschluss mit Bytedance weiterhin selbst betreiben.


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