Nils Koppruch + Fink, Niels Frevert, Royal Blood und Basement Jaxx – die Alben der Woche vom 22. August 2014

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Album der Woche: Nils Koppruch + Fink – WERKSCHAU

Es gibt Momente, da möchte man heulen. Zum Beispiel, wenn man noch einmal hört, wie Nils Koppruch seinen eigenen Tod vorherahnt. „Und ich werd’ wohl nicht dabei sein an meinem allerletzten Tag, und mir nicht mit anseh’n, wie sie trauern um meinen Sarg“, singt er, als habe er schon 1997 gewusst, dass er sich im Dezember 2012 im Alter von 46 Jahren von dieser Welt verabschieden würde.

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A Tribute To Nils Koppruch + Fink

Keine Neuigkeit dagegen ist, dass Koppruch und Fink zwar von der breiten Öffentlichkeit sträflich vernachlässigt wurden, aber unter Kritikern und Kollegen denkbar hohe Wertschätzung genossen. Wie weit gestreut diese Anerkennung ist, beweist A TRIBUTE TO NILS KOPPRUCH + FINK.

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Niels Frevert – PARADIES DER GEFÄLSCHTEN DINGE

Niels Freverts Idee, als Songwriter nicht länger zu kleckern, sondern zu klotzen, zahlt sich aus. Statt sparsam und spröde zur Gitarre zu singen, bewies der frühere Nationalgalerie-Chef schon auf dem Vorgänger ZETTEL AUF DEM BODEN den Mut, weiterzudenken und sich an die großen Vorbilder heranzutasten. Für sein neues Album Paradies der gefälschten Dinge wechselte er das Label, beschaffte sich dadurch ein größeres Budget und geht noch einen Schritt weiter.

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Royal Blood – ROYAL BLOOD

Auch der traditionellen Rockmusik, der auf Blues-Schemata aufgebauten, mit elektrischen Gitarren, Schlagzeug und vor Erregung vibrierender Stimme, tut es nur gut, wenn sie nicht nur von Personal dargeboten wird, das Jimi Hendrix noch persönlich kannte oder sich wenigstens von Nirvanas NEVERMIND unmittelbar in seiner Existenz bedroht sah.

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The New Pornographers – BRILL BRUISERS

Auf ihrem sechsten Album gestalten die Kanadier ihren Power-Pop breitwandiger und satter als je zuvor.

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Basement Jaxx – JUNTO

Felix Buxton und Simon Ratcliffe haben sich Zeit gelassen. Fast fünf Jahre lang. Während der Pause haben sie ihren Studiositz innerhalb von London von Brixton in die Umgebung des Bahnhofs King’s Cross verlegt. Und sie haben sich dafür entschieden, nicht den Chillout-Sound ihres gefloppten, halbstündigen 2009er-Albums Zephyr zu verfolgen.

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The Rentals – LOST IN ALPHAVILLE

1994 spielte Matt Sharp in einer der angesagtesten Alternative-Bands Amerikas Bass: Weezer. Doch bei denen schrieb ein anderer die Songs, und Sharp hatte jede Menge eigener Ideen. Also gründete er The Rentals. Deren Debütalbum, RETURN OF THE RENTALS, wurde zum Überraschungserfolg, mit „Friends Of P.“ gelang sogar ein kleiner MTV-Hit.

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Cold Specks – NEUROPLASTICITY

Einer ihrer bekanntesten Songs heißt „Winter Solstice“. Der Titel ist kein Zufall. Mit der kalten Jahreszeit kann Vorfrau Al Spx grundsätzlich viel anfangen. Die Arbeiten an ihrem zweiten Album begannen in einem Landhaus im Süden Englands just zu der Zeit, als die Temperaturen im Keller waren.

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Gemma Ray – MILK FOR YOUR MOTHERS

Mit ihrem rein instrumentalen „Fantasy-Soundtrack“-Album, Down Baby Down, lieferte die englische Sängerin und Songwriterin, die im Moment von Berlin aus ihre Aktivitäten koordiniert, eine mehr als beachtliche Fingerübung in Sachen atmosphärische Soundscapes ab.

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