Ozzy Osbourne & sein KI-Avatar: Sharon Osbourne schlägt zurück
Sharon Osbourne lässt kein gutes Haar an den Kritiker:innen des Avatars – und erklärt, was Ozzy selbst dazu gesagt hätte.
Sharon Osbourne hat die Kritik an dem geplanten KI-Avatar ihres verstorbenen Ehemanns Ozzy Osbourne zurückgewiesen. Auf Vorwürfe, das Projekt sei lediglich ein Versuch, mit dem Andenken der Heavy-Metal-Legende Geld zu verdienen, reagierte sie mit deutlichen Worten: „Ich will euer verdammtes Geld nicht. Ich brauche euer verdammtes Geld nicht.“
Die Pläne für einen digitalen Avatar des ehemaligen Black-Sabbath-Sängers waren bereits im Mai 2026 bekannt geworden. Sharon Osbourne und ihr Sohn Jack Osbourne hatten das Vorhaben bei der Licensing Expo in Las Vegas vorgestellt. Für die Umsetzung arbeitet die Familie mit dem Technologieunternehmen Hyperreal zusammen.
Ozzy Osbourne war im Sommer 2025 im Alter von 76 Jahren gestorben.
Familie sieht Projekt als Teil von Ozzys Vermächtnis
Die Ankündigung löste gemischte Reaktionen aus. Während einige Fans die Idee begrüßten, kritisierten andere den Einsatz künstlicher Intelligenz im Zusammenhang mit einem verstorbenen Künstler.
Jack Osbourne hatte die Pläne daraufhin auf seinem YouTube-Kanal verteidigt. Das Projekt solle „geschmackvoll“ umgesetzt werden und habe nichts mit einer einfachen KI-Anwendung zu tun. Zudem erklärte er, er habe bereits vor dem Tod seines Vaters mit ihm darüber gesprochen und sei überzeugt, dass Ozzy die Idee unterstützt hätte.
Nun äußerte sich auch Sharon Osbourne ausführlich zu der Kritik. Im Podcast „The Osbournes“ verglich sie die Entwicklung mit technischem Fortschritt in anderen Bereichen. „Technologie entwickelt sich weiter“, sagte sie. Kritiker:innen entgegnete sie, niemand werde gezwungen, das Angebot zu nutzen.
„Ihr kanntet meinen Mann nicht“
Besonders entschieden wies Sharon Osbourne den Vorwurf zurück, die Familie wolle finanziell von Ozzy Osbournes Nachlass profitieren. „Für jemanden, der mir sagt, ich würde hier Geld machen wollen: Nein. Ihr kanntet meinen Mann nicht. Ich kannte meinen Mann“, sagte sie im Podcast.
Zur Begründung verwies sie auf Gespräche mit Ozzy Osbourne zu Lebzeiten. Dieser habe sie wiederholt gefragt, wie lange man sich nach seinem Tod noch an ihn erinnern werde.
Nach Ansicht der Familie soll der Avatar dazu beitragen, sein Andenken für kommende Generationen zu bewahren. Sharon Osbourne sprach davon, das Projekt werde innerhalb der Familie weitergegeben und ihren Enkel:innen ermöglichen, eine Verbindung zu ihrem Großvater aufrechtzuerhalten.
Jack Osbourne formulierte ein ähnliches Ziel: „Es geht nicht darum, so zu tun, als wäre er noch am Leben. Es geht darum sicherzustellen, dass er niemals vergessen wird.“
Auch Biopic über Ozzy und Sharon Osbourne geplant
Neben dem KI-Projekt arbeitet die Familie weiterhin an einem Spielfilm über Ozzy und Sharon Osbourne. Jack Osbourne bestätigte zuletzt, dass die Produktion voranschreitet und derzeit auf eine Veröffentlichung im Jahr 2028 hinarbeitet.
Bereits 2021 waren erste Berichte über das Biopic aufgekommen. Das Drehbuch stammt von Lee Hall, der unter anderem für „Rocketman“ und „Billy Elliot“ bekannt ist. Entwickelt wird der Film von Sony Pictures und Polygram.
Wer Ozzy Osbourne auf der Leinwand verkörpern wird, ist bislang nicht bekannt. In den vergangenen Monaten wurde immer wieder über eine mögliche Besetzung mit Yungblud spekuliert. Sharon Osbourne wollte sich dazu jedoch nicht äußern. Jack Osbourne erklärte Anfang des Jahres lediglich, die Rolle werde von einem „phänomenalen Schauspieler“ übernommen.




