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Patreon: Alles, was Ihr über die Crowdfunding-Plattform wissen solltet

Dabei müssen sich teilnehmende Entwickler nicht auf ein Modell festlegen, sondern können die verschiedenen Varianten frei nach Belieben miteinander kombinieren. So kann sich jeder Nutzer individuell aussuchen, wie viel ihm der jeweilige Inhalt wert ist.

Das sind die Vorteile

Für Creator liefert Patreon die Möglichkeit, für die von ihnen produzierten digitalen Inhalte, entsprechend entlohnt zu werden. Dabei stehen sie in konstantem Kontakt zu ihren „Fans“ und können sich von diesen Anregungen und Inspirationen für zukünftige Projekte holen. Patrons können wiederum selbst bestimmen, an welchen Inhalten sie interessiert und was sie dafür zu zahlen bereit sind. Gleichzeitig wird ihnen die Arbeit abgenommen, immer wieder nach neuen Veröffentlichungen ihrer Lieblingskünstler zu recherchieren. Stattdessen erhalten Abonnenten die neuesten Inhalte direkt auf dem Silbertablett serviert.

Aber auch interessierte Werbepartner profitieren von der Plattform: So können diese über Patreon herausfinden, welche Content-Entwickler über die größte und/oder treuste Fanbase verfügen und gegebenenfalls mit dem entsprechenden Creator in Kontakt treten, um über eine mögliche Zusammenarbeit zu verhandeln.

Das sind die Probleme

Da Patreon zunächst für jeden frei zugänglich ist, stellt sich vor allem ein Problem auf Creator-Basis. Denn es gibt durchaus kontroverse Künstler, die versuchen, mit der Plattform ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Patreon hat sich dementsprechend mit einem bewusst schwammig formulierten Paragraphen in seinen Nutzungsbedingungen gegen den Missbrauch seiner Dienste abgesichert. Darin heißt es, dass fragwürdige Accounts nach Prüfung der zuständigen Verantwortlichen entfernt werden dürfen, sofern diese darin einen Verstoß gegen die firmeninternen Interessen Patreons sehen.

Der Zensur-Vorwurf

So verbannte Patreon beispielsweise zuletzt den anti-feministischen Polemiker Carl Benjamin aka Sargon of Akkad von seiner Seite, nachdem dieser in einem YouTube-Video rassistische Ausdrücke verwendet hatte. Noch in derselben Woche wurde auch der rechts geneigte Journalist Milo Yiannopoulos von der Plattform entfernt – nur einen Tag, nachdem er sich bei Patreon registriert hatte.

Währen viele Seiten die konsequente Maßnahmen und das damit einhergehende klare Statement gegen rechtes Gedankengut begrüßten, zeigten sich andere wiederum besorgt. So protestierte Neurowissenschaftler/Autor Sam Harris beispielsweise gegen die von ihm als Zensur eingestuften Handlungen, indem er die Plattform kurzerhand verließ. Weitere einflussreiche Persönlichkeiten wie Jordan Peterson und Dave Rubin sollten ihm schon bald folgen.



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