Peter Townshed & Roger Daltrey


Dolf: The Who zählt zu den ältesten Formationen der Rock-Zeit. Zehn Jahre lässt sich der Weg der Gruppe zurückverfolgen. Ein Weg. der nicht immer steil nach oben führte. Jeder einzelne von The Who hat Erfolge und Rückschläge. Spass und Reibereien miterlebt. Pete, wie war es in den schlechten Zeiten?

Pete: Oh, wir sind damals völlig „ausgetlippt“. Dann kam der Moment, wo ich an keinen Erfolg mehr glauben konnte – und zu Drogen griff. Ich sass immer nur da und fragte mich: „Was soll das eigentlich alles? Das wirkte sich auf meine ganze Umgebung aus. Ich wollte meine Freundin verlassen und dann wieder nicht. Ich wollte The Who verlassen und dann wieder nicht. Es ist immer dasselbe, was die Leute zu Drogen führt: Missgeschicke und Probleme. Aber Drogen können die Probleme nicht lösen auch wenn sie eine Antwort verheissen.

Dolf: Roger, bist Du der Ansicht dass die Gesellschaft und unsere ganze Lebensweise durch Drogen positiv beeinflusst werden können? Glaubst Du an eine politische Macht der Drogen?

Roger : Ich glaube kaum, dass Drogen die Denkweise der Menschen derart beeinflussen können.

Dolf: Viele Rockmusiker sprechen von grösseren kreativen Leistungen in Zusammenhang mit Drogengenuss. Wurde der Who-Rock von Drogenerfahrungen geprägt?

Roger: Nein, wir nahmen Aufputschmittel, haben Haschisch und „grass“ geraucht – aber unserer Musik hat das nie etwas gebracht. Es ist beinahe wie bei Alkohol. Man probiert, es schmeckt – und dann …

Dolf; Dann kommt vielleicht der Punkt, wo es kein Zurück mehr gibt.

Roger: Ja, ich habe dadurch schon eine Menge Freunde verloren!