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Fotos und Nachbericht

Popmusik auf grünen Hügeln: So war’s beim Oya Festival 2019

Von Christine angeheizt werden die Festivalbesucher später am Abend dann sogar noch richtig laut: Den Refrain von Robyns Dance-Pop-Hit „Dancing On My Own“ singen sie so gekonnt und lauthals, dass es der Schwedin glatt ein paar Tränchen der Rührung in die Augen treibt. Davor und danach spielt Robyn als Headlinerin am Freitagabend einen ausgezeichneten, energetischen Gig: In einem fantastischen Silberkleidchen mit aufgenähten roten Diamantennippeln steht sie da und singt all diese Lieblings-Club-Hymnen – „With Every Heartbeat“, „Hang With me“, „Call Your Girlfriend“, „Honey“ – und verwandelt sich nach einem Kostümwechsel in der zweiten Hälfte der Show mit einer spektakulär ausgelassenen Tanzeinlage zu „Love Is Free“  in eine rasende Pop-Matadorin.

Und sie denken an alles

Was sonst auffällt bei Oya Festival: Die norwegischen Gastgeber haben an alles gedacht. Auf dem ganzen Gelände gibt es (schnelles) WLAN, für unvorbereitete Besucher Oropax-Päckchen, für von der Sonne überraschte Sonnencremespender und für Durstige (die mehr Bier tragen wollen, als sie Hände haben) aus Pappe konstruierte, handliche Bierkoffer. Muss man sich bei den Alkoholpreise in Norwegen zwar auch erstmal leisten können, immerhin geht von dem teuren Spaß (ein Bier kostet hier rund 10 EUR) so auf dem Weg fast nichts verloren. Und weil man nicht ständig Bierschaum von Fremden in die Schuhe gekippt bekommt, kann an sich auch sehr gut den vielen tollen norwegischen Entdeckungen zuwenden.

Da ist das Dream-Pop-Duo Misty Coasts, das die psychedelischen Sound-Schleifen in ihren Songs immer hell und tanzbar hält. Oder die junge Rapperin Musti, die in Oslo aufgewachsen ist und nach Anfängen auf Englisch ihre Stadtgeschichten mittlerweile in ihrer Muttersprache vorträgt. Schon ein größerer Star, auch außerhalb Norwegens ist girl in red mit ihrem eingängigen Lo-Fi-Indie-Pop, der sich – wie sie am Ende ihres Sets zeigt – genauso für intime Momente eignet als auch fürs Stagediving.

Und klar, da sind ja auch noch The Cure. Die spielen am ersten Abend sehr viele von ihren Dark-Gitarrenpop-Songs mit wunderbar toupierten Frisuren und einer beeindruckenden Ausdauer.  Und Robert Smith sang wieder seinen tollen, jaulenden, klagenden Melodien. Und die Norwegen lauschten ihm konzentriert –und mittlerweile ein bisschen angetrunken.



Welches Equipment verwendet eigentlich… James Blake?
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