Living Bridge – Rare Book

Die Compilation desRare-Book-Room-Labels als Gesamtkunstwerk, das vom Sound einer Subkultur und deren Suche nach Ausdrucksformen im Sound-Ovcrkül einer Pop-Metropole erzählt.

Cut, wenn man schon mal mit Musikern wie Avey Tare und Fischerspooner, mit Bands wie Deerhunter, Black Dice, Blood On The Wall und Enon gearbeitet hat. Gut ist das für Nicolas Vernhes, der in seinem Rare Book Room Studio in Brooklyn seit Jahren die experimentellere New Yorker Pop-Szene versammelt. Zum Start seines kleinen schicken Labels kann Vernhes gleich mit einer Compilation auftrumpfen, die anderein ihrem Leben nicht zusammenkriegen. Rare Book Room Records wurden mit Hip-Bonus aus derTaufe gehoben, was nicht nur den Arrivierten, sondern auch den Newcomern zu verdanken ist, die Vernhes demnächst mit eigenen Alben veröffentlichen wird. Der teutonisch eingefärbte Ambient-Pop der Palms („Der Koenig“) hat das Zeug zum Szene-Aufreger, Lisa lces(„Reason In Remain“) spielt direkt in der Liga von JoannaNewsomundJoan Wasser. Mehr als durch einzelne Tracks besticht livinc bridce aber als Gesamtkunstwerk, das vom Sound einer Subkultur und deren Suche nach Ausdrucksformen im Sound-Overkill einer Pop-Metropole erzählt. Diesen Eindruck mag die Tatsache verstärken, dass Vernhes die einzelnen Tracks sachte ineinandergeblendet hat, alles ist mit allem auf dieser Zwei-CD-Kollektion verbunden, und wenn es nur ein paar Noise-Spurenausden Mülleimern des Big Apple sind, dievon einem Song zum nächsten führen. Das Album kriegt in zehn Jahren den großen „Discovered“-Sticker: Ein halbes Dutzend Bands sind dann ganz groß in Indieland, versprochen.

www.rbrrecords.com