Luke Haines I Sometimes Dream Of Glue 

Cherry Red/Rough Trade 

Wie wir alle wissen, hatten die Briten noch nach Ende des Zweiten Weltkriegs den Plan, Deutschland von der europäischen Landkarte zu tilgen, indem sie dieses Land mit einem toxischen Klebstoff vollsuppten, auf dass den Altnazis beim Aufatmen das Zeug den Rachen zukleistert.

Daraus wurde nun nichts, weil Saboteure dafür sorgten, dass der Kleber-Konvoi kurz hinter London geschlossen von der Straße abkam und sich der giftige Klebstoff auf einer Wiese ergoss. Seitdem redet niemand in Großbritannien mehr von diesem Experiment, die Leute vom Kopp-Verlag wissen, warum. Was auch diesen unbekannt ist: Der Leim wurde zum Mutterboden einer Wiesenstadt, bevölkert von sehr kleinen Wesen.

Die Bewohner von Glue Town verlassen ihre Heimat nur, um in den Magazinshops von Shepherd’s Bush den Leim aus den Zeitschriften zu saugen, denn alleine neuer Klebstoff hält sie am Leben. Dem großartigen britischen Pop-Chronisten Luke Haines ist es nun gelungen, diese Wesen zu beobachten und einen Songzyklus  über ihr Leben und ihre Liebe zu Gift und Sex zu schreiben.

Die Lieder klingen so, wie man sich verwunschene Folk-Miniaturen über dieses sagenhafte Städtchen vorstellt, und wer jetzt denkt, dem Ex-Auteurs-Chef gehen sämtliche Gäule durch, dem sei gesagt, dass Haines auf dem Vorgängerwerk behauptete, er habe sich alle Rechte an der Tonfrequenz 43 Hertz gesichert und jeder, der sie weiterhin nutzt, müsse dafür zahlen. 

https://www.youtube.com/watch?v=qEqRi5AFimI

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