Riki Riki


Dais/Cargo (VÖ: 14.2.)

von

Das Publikum aus Deutschland denkt beim Namen Riki vielleicht noch an die Tic-Tac-Toe-Sängerin Ricky oder die auf ihr basierende und auch „Viva Interaktiv“ ordentlich durch den Kakao ziehende Musik-TV-Parodie „Rickys Popsofa“ von Anke Engelke. Was Ricky vom Popsofa und diese Riki nun eint ist: dass sie der deutschen Sprache nur unter Vorbehalt mächtig sind.

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Wobei man es Riki nachsehen muss, denn Riki (die auch auf den Namen Niff Nawor hört) kommt aus Los Angeles. Ob sie dort mit Heidi Klum und Tokio Hotel rumhängt und Deutsch lernt, weiß man nicht, aber ihre Songs klingen so, als würde Madonna spontan Songs von Nena covern, aber nicht fürs Radio, sondern eher zum Spaß auf der Kellerkaraokeparty bei den Darkwave-Freund*innen.

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Etwas weniger retromanisch gedacht, haben die beschwörenden Vocals auf verhallten Beats auch eine Nähe zu Perel aus Sachsen, die als erste Deutsche beim New Yorker Kultlabel DFA veröffentlicht. Die, wie gesagt, leidlich deutschsprachigen Texte („dein böse Lügen / sprechen mir ins Ohren“) haben einen Guilty-Pleasure-Charme, der auch an das französische Projekt Kompromat erinnert, bei dem Electro-Produzent Vitalic Sängerin Rebeka Warrior von Sexy Sushi dazu anstiftet, ein Anti-Poesie-Album zu tanzen. Riki macht das schon richtig. Ihr Popsofa ist eine sichere Bank.

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