Runner – Runner

Diese Platte enhält zehn Titel, von denen keiner unter dem Durchschnitt liegt. Allerdings auch kaum weit darüber. Die geschickte Anordnung der Songs (ständiger Wechsel von schnellen/langsamen oder gitarrenbetonten/rhythmusbetonten Stücken) vermittelt zuerst den Eindruck, daß Runner von einer Stilrichtung in die andere springen. Betrachtet man die LP jedoch als Ganzes, spürt man schon, daß diese neue englische Gruppe ihren eigenen Stil entwickelt hat; man kann ihn wohl am ehesten mit dem von Foreigner vergleichen. Runner spielt allerdings nicht ganz so heavy.

Die einzelnen Musiker sind übrigens alle kein unbeschriebenes Blatt mehr: Steve Gould (voc, git) und Mickie Feat (b. voc) waren früher bei Rare Bird, Allan Merrill (g, keyb, voc) bei den Arrows und Dave Dowle (dr) trommelte u.a. für Roger Chapman und David Coverdale’s Whitesnake. Durch den zeitweise dreistimmigen Chorgesang fallen besonders die Refrains sehr positiv aus. Auch die Gitarren und der Rhythmus sind in Ordnung – eigentlich stimmt alles. Aber trotzdem: auf dieser Scheibe ist kein einziger Song, der mich wirklich vom Hocker reißt, und deshalb müssen sich die vier Renner für’s erste mit drei Sternen begnügen.