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Schwiegertochter gesucht: RTL entschuldigt sich und macht mit neuem Team weiter

RTL hat zu den Missständen bei der Produktion von „Schwiegertochter gesucht“ Stellung bezogen. Jan Böhmermann hatte zwei Schauspieler in die aktuelle Staffel eingeschleust und aufgezeigt, dass die Protagonisten von den Produzenten systematisch ausgenutzt und getäuscht werden.

Gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de und später auch auf der eigenen Webseite begründete der Sender dieses Verhalten vor allem mit „mangelnder redaktioneller Sorgfaltspflicht“ und rechtlichen sowie versicherungstechnischen Auflagen, denen sich RTL verpflichtet fühle. Insbesondere der Einwand, den Hauptfiguren dieser erfolgreichen Serie (90.000,- Euro pro Werbeminute) nur 150 Euro für 30 Drehtage zu bezahlen, ist bemerkenswert dreist:

Bezahlung:

„Die Protagonisten erhalten 150,-€ netto an Aufwandsentschädigung für die Dreharbeiten. Jedem Arbeitslosen – in diesem Fall haben die beiden Schauspieler angegeben, arbeitslos zu sein – würden bei einer höheren Summe die Bezüge wie das Arbeitslosengeld gestrichen. Die Aufwandsentschädigung ist nicht die Motivation der Protagonisten, die im Rahmen einer TV-Sendung einen Partner suchen.“

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Gesundheitserklärung:

„TV-Produktionen wie diese sind gegen sogenannten Personenausfall versichert. Versicherungen fordern daher entsprechend verpflichtende Angaben der einzelnen Protagonisten ein, etwa zu Krankheiten und aktuellen medizinischen Behandlungen, Behinderung oder auch Alkoholkonsum. Diesen Fragebogen hat die Produktionsmitarbeiterin beim Dreh abgefragt. Der entsprechende Eintrag zum Alkoholkonsum in dem Fragebogen war falsch und somit eindeutig ein Fehler.“

Vertrag von Schwiegertochter gesucht
© RTL/DWDL

Ausschnitt aus der Gesundheitserklärung von „Vater René Schulte“

Vertrag:

„Im Neo Magazin Royale wird bemängelt, dass der Vertrag bewusst erst knapp zwei Monate später zugesandt wurde. Richtig ist: Der bereits deutlich früher durch die Produktion postalisch verschickte Vertrag kam immer wieder zurück, da die beiden Schauspieler in der von ihnen angemieteten Wohnung nach dem Dreh nicht gemeldet und somit auch nicht erreichbar waren.“

Schildkröten & Puzzle:

„Wer gern Schildkröten sammelt, bekommt diese oft auch geschenkt. Ob Schildkröten oder Puzzle, es handelt sich um Gastgeschenke, nicht um gezielte Manipulation oder Verdrehung von Tatsachen.“

Vorsagen:

„Dem Protagonisten wurde ein konkreter Textvorschlag gemacht, um seine Liebe zu Schildkröten zu dokumentieren. Das war genau genommen falsch.“

Vorlage Ausweis:

„Es war ein Fehler, nicht auf Vorlage des Ausweises zu bestehen. Andere Dokumente wie Mietvertrag oder eidesstattliche Erklärung lagen in gefälschter Ausführung vor.“

Dass dieses Verhalten gegenüber intellektuell unterlegenen und unbedarften Menschen nicht Ausnahme, sondern Regel zu sein scheint, könnt Ihr auch an den Beispielen sehen:

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