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Upcoming: Blues Pills

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So war das Reeperbahn Festival 2013 mit Kate Nash, Dagobert und OK Kid

Auf der Bühne im Knust ist auf dem T-Shirt des Sängers von „Tunng“,in überdimensionierten Buchstaben das Wort „FOLK“ und somit das Programm für die nächste Stunde zu lesen. Zwischen ruhigen Harmoniegesängen explodiert elektronischer Sound, Intermezzi ergehen sich wie plötzliches Feuerwerk über ruhigem Wasser. Von dort aus geht es zurück auf den Kiez.

Vor dem Spielbudenplatz residiert Lilo Wanders, die Große Freiheit wird auch heute wieder von Drag-Kollegin Olivia verstopft, die die nächste Horde über den Kiez scheucht. Einmal in die Große Freiheit gelangt, trifft man auf die Dänen von Efterklang. Zu sechst breiten die ihre Klangwände aus und selbst die hartgesottenen Motorrad-Rocker vor uns schließen für einen kurzen Moment ihre Augen.

Vor dem Grünspan ist das Tentakel von Delphi bereits 100 Meter lang – dabei soll die Show drinnen erst in 40 Minuten anfangen. Um 0 Uhr 20 ist das Grünspan ein gerammelt voller Schwitzkasten, „unanständig heiß“ bringt Käptn Peng es auf den Punkt. Trotzdem halten er und die Band zumindest einen Song unter ihren Tiermasken durch. In den ersten Reihen gibt es einige, die Pengs komplette Reime mitsingen können, ihnen gebührt gleichermaßen Anerkennung für Gedächtnisleistung und Ausdauer, und im Gegensatz zur Band haben sie dort nicht einmal Wasser, um zwischendurch die Stimmbänder zu befeuchten.

Peng und seine Tentakel sind schon die ganze Festivalsession hindurch das ganz heiße Ding. Verdient natürlich, denn ihr HipHop glänzt durch funkyness, ist herrlich verspleent und ganz und gar frei vom branchenüblichen Testosteron-Gebahren. Und so hüpft und singt der Grünspan, und infiziert durch die Weisheiten von Käptn Pengs Socke kann man das Reeperbahnfestival dann auch beschließen: „Ja und Nein sind nichts Unversöhnliches, Schwarz und Weiß sind beide Licht und die Nonexistenz, die gibt es nicht.“ In diesem Sinne – Prost! Und bis zum nächsten Jahr.



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