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Studie über Musikkonsum: Im Alter hört man keine neue Musik mehr

Sobald man die 35 Jahre erreicht hat, hört man grundsätzlich weniger neue Musik, als noch davor. Dies hat eine wissenschaftliche Studie ergeben, die die Hörgewohnheiten der Nutzer des Streamingportals Spotify auswertete. Während Teenager überwiegend aktuelle Musik hören und mit zunehmendem Alter neue Musik abseits des Mainstreams entdecken, setzt die musikalische Geschmacksentwicklung zumeist mit Mitte 30 aus. Dies fand Ajay Kalia heraus, der für Spotify Geschmacksprofile erstellt.

Mit dem gleichzeitigen Einsetzen der „musikalischen Reife“ entdecken die meisten Nutzer zudem die Künstler wieder, mit denen sie aufgewachsen sind. Dies kann man durchaus als Grund für die zahllosen Comebacks von Bands aus den 80ern und 90ern ansehen – als prominentestes Beispiel sind derzeit sicherlich Blur zu nennen, die nach zwölf Jahren Studioabstinenz wieder eine neue Platte aufgenommen haben.

Wenn man sich also über mangelnde Qualität von modernen Songs beschwert, dann ist dies auf jenes Phänomen zurückzuführen. Leute über 35 werden eher selten einen Zugang zur modernen Mainstream-Musik finden, Teenager hingegen immer das, was gerade angesagt ist, alter Musik vorziehen.

Ebenfalls interessante Fakten, die Kalia dank Spotify herausgefunden hat: Männer haben deutlich weniger Angst vor musikalischen Experimenten als Frauen, die lieber nahe beim Mainstream bleiben. Und Eltern verlieren dank ihres Nachwuchses deutlich schneller den Anschluss an die aktuelle Szene als Menschen ohne Kinder.


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