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Thom Yorke vergleicht YouTube mit drittem Reich

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Dass Thom Yorke nicht gut auf Musik-Streaming-Anbieter wie Spotify zu sprechen ist, ist allgemein bekannt. Jetzt nahm der Radiohead-Frontmann in einem Interview mit der italienischen Zeitung „La Repubblica“ YouTube aufs Korn: Die Videoplattform klaue Kunst – so wie es die Nazis im zweiten Weltkrieg getan haben, meint der Musiker.

„Die Gründer dieser Plattformen machen das Geld. Eine große Menge an Geld. Und wie beim Fischen mit Schleppnetzen schnappen sie sich alles, was sie finden können“, erklärte Yorke im Interview. „Sie haben die Kontrolle übernommen – so wie es die Nazis im zweiten Weltkrieg getan haben. So wie es alle während des Krieges getan haben – sogar die Engländer. Sie klauten die Kunst anderer Länder. Wo ist da der Unterschied?“

Eine Lösung, wie Künstler in Zukunft Geld mit Musik-Verkäufen und -Streaming verdienen können, konnte Yorke aber auch nicht anbieten: „Ich weiß es nicht, sag du es mir! Ich habe keine Lösung für dieses Problem. Ich weiß nur, dass da eine Menge Geld mit der Arbeit von Künstlern verdient wird und die Künstler selbst keinen Vorteil daraus ziehen.“

Thom Yorke ist bekannt für seine kritische Einstellung gegenüber Streaming-Diensten: 2013 entfernte der Radiohead-Frontmann sein Solo-Album THE ERASER und das Debüt seiner Zweit-Band Atoms For Peace AMOK von Spotify und bezeichnet die Streaming-Plattform als „letzten verzweifelten Furz einen sterbenden Körpers“.

 


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