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„48 Stunden Neukölln“: Am Wochenende wird Berlin-Neukölln zum Zentrum der Kunst (und des Wegbieres)

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Wenn „48 Stunden Neukölln“ beginnt, dann ist in dem Berliner Stadtteil plötzlich alles noch schöner als sonst. Künstler und solche, die sich dafür halten, stellen gratis und für jeden zugänglich aus. Und zwar nicht nur in Galerien, sondern auch in Bars, Parkhäusern, im Späti oder im Park. Kunst trifft Sommer trifft Hipster-Lifestyle trifft Wegbier.

Von Freitagabend bis Sonntagabend lohnt sich ein ausgedehnter Spaziergang durch den halben Stadtteil. Zwischen Hermannplatz, Rathaus Neukölln und Tempelhofer Feld finden hunderte kleine und große Ausstellungen statt. Mit Musik und Künstlern vor Ort, ohne Eintritt, Kaufzwang und Klugscheißergespräche über den konkreten Pinselstrich.

„48 Stunden Neukölln“: Ab aufs Dach

Auf Facebook oder der Website der Veranstalter könnt Ihr Euch über die Highlights und Anlaufstellen des Festivals informieren. Als erste Anlaufstelle empfehlen wir das Einkaufszentrum Neukölln-Arkaden. Im Erdgeschoss haben Künstler in der Ausstellung „Kein Mensch ist aus Asphalt“ Berliner Obdachlose in aufwendigen Fotografien in Szene gesetzt und teilweise einem Vorher-Nachher-Umstyling unterzogen, das weit entfernt ist von „Germany’s Next Topmodel“, sondern die harten Lebenswege der porträtierten Menschen zum Ausdruck bringt.

Danach führt der Weg zum mittlerweile berühmten Klunkerkranich auf dem Dach der Arkaden. Auf dem Weg zu Party und Bier sollte man sich die Parkhäuser genauer anschauen. Verschiedene Installationen, Bilder und Filme sind nun dort, wo eigentlich mal Autos standen. Wenn der Kranich zu voll sein sollte, empfehlen sich Abstecher in das Vollgutlager in der Boddinstraße, wo das Zentrum des Festivals liegt und man dutzende Ausstellungen zugleich sehen kann. Alternativ sucht man nach Bars und kleinen Läden, an denen das Logo des Festivals und der Spruch „Hier ist Kunst“ zu sehen ist.


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