Morgen ist gestern

Diese Kolumne ist – erfahrene Leser ahnen es – eine Zeitmaschine: Während sich in den Etagen des MUSIKEXPRESS-Towers vorweihnachtliche Stille in die Gänge senkt, ist ein paar Türen weiter beim Empfängerdervielfältigen Botschaften der Neujahrskater längst verflogen und der Christbaum zu Pellets zerschreddert. DasgibtunsCelegenheit.einen Hauch derjahresendlichen Besinnlichkeit ins dröhnende Anspringen des Neu-Anni (welch hübscher Genitiv!) hinüberzuretten. Heute, am letzten Freitagvordem Abflug in die diversen Weihnachtsurlaube, ist es besonders still: Götz ist grippebedingt so gut wie stumm und entflieht nach einem Kurzbesuch zur Virenverbreitung wieder ins Krankenlager, Winklerweilt in Thailand -zu weit weg. um die gern gehörten Redaktionsschluss-Tobgeräusche zumindest aus der Ferneertönen zu lassen.Sailer lauscht merkwürdiger Extremmusik und diskutiert in ungewohnt besonnener Ruhe mit Lindemann über eine Band, die beide nervt, die der eine aber mag, der andere weniger. Und die Radaubrüder Rehm und Koch? Die sind ebenfalls nicht da, weil mit ihrer neuen Lieblingsbeschäftigung beschäftigt: dem Wegbringen von Pfandflaschen. Ach, könnte solche Ruhedoch immer walten, wünschte der Flurfunker.

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