Purple Schulz: Der Stand der Dinge

Sie lief bei mir nach und vor den Platten von Slime und Prince und Cure. Rauf und runter. Mit 17 auch noch. Von Purple Schulz ist dem Publikum der Achtziger vor allem sein Schrei in dem Hit „Sehnsucht“ in Erinnerung geblieben. Seine Musik galt als sehr uncool, unter meinen Freunden mit den Springer-stiefeln auf jeden Fall. Aber diese Platte, ziemlich nachdenklich und melancholisch, ist auch keine Gesellschaftsplatte. Gerade höre ich sie wieder. Heimlich. Was für ein synthetisch um sich schlagernder 80s-Mist das ist! Doch diese eine Zeile möge mir ruhig weiterhin ab und zu durch den Kopf geistern, wie sie es die letzten 24 Jahre getan hat: „Fühl mich erschlagen von dem Tag, der nicht mal angefangen hat.“ Eine gute Zeile ist das.

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